Umsatzeinbruch: SMA Solar schreibt rote Zahlen

Umsatzeinbruch: SMA Solar schreibt rote Zahlen

Der Solartechnikhersteller SMA Solar hat mit schwachem Umsatz zu kämpfen. Grund für den Rückgang der Einnahmen ist unter anderem der Nachfrageeinbruch auf den europäischen Märkten.

Der Wechselrichter-Hersteller SMA Solar schreibt wie erwartet weiter rote Zahlen. Nachfrageeinbruch und Restrukturierungskosten haben dem Solartechnikkonzern große Verluste eingebrockt. Im vergangenen dritten Quartal verbuchte der Hersteller von Solartechnik operativ ein Minus von 6,8 Millionen Euro. Zum Vergleich: Im Vorjahr konnte der Konzern Gewinne von 32,1 Millionen machen, wie die Firma am Donnerstag mitteilte. Insgesamt schmolz der Umsatz im dritten Quartal um gut 30 Prozent auf 247,8 Millionen Euro.

Der Vorstand von SMA Solar hatte bereits in den vergangenen Tagen eingeräumt, dass die Geschäfte schlechter liefen als angenommen. Er bezifferte die in den ersten neun Monaten angefallenen Einmalaufwendungen für den Personalabbau mit 20 Millionen Euro. Bis Ende 2014 soll die Belegschaft schrittweise auf 3000 von derzeit 4300 heruntergeschraubt werden. Vor allem in Deutschland und Italien muss SMA wegen der drastischen Förderkürzungen einen Nachfrageeinbruch verkraften. “Angesichts des enormen Kostendrucks ist ein Fertigungsstandort in Deutschland zu teuer", meint dazu Wolfgang Hummel, Direktor des Zentrums für Solarmarktforschung.

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Anfang der Woche korrigierte SMA den Ausblick für das Gesamtjahr nach unten und erwartet nun einen hohen Verlust. Grund dafür ist auch der Preisdruck im Photovoltaikmarkt und der Nachfrageeinbruch auf den europäischen Kernmärkten. Hummel betont zudem die drohende Konkurrenz auf dem heimischen Markt: “Der deutsche Markt wird immer zersplitterter. Wir zählen rund 55 Solar-Wechselrichter-Hersteller.”

Trotz Einbruch des Umsatzes sieht Hummel SMA Solar noch als konkurrenzfähigen Akteur auf dem heimischen Markt. “Mit dem Markteintritt in Japan ging SMA in die Höhle des Löwen und hat mittlerweile unter Beweis gestellt, dass man auch als deutscher Hersteller trotz großer heimischer Konkurrenz erfolgreich sein kann", meint er.

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Doch die Konkurrenz kommt nicht nur aus dem In- sondern mittlerweile auch aus dem außereuropäischen Ausland: Vor allem chinesische Hersteller wie Sungrow oder Goodwe drücken die Preise durch niedrige Fertigungskosten und profitieren zudem vom Wachstum auf ihrem Heimatmarkt. Auch auf dem US-amerikanischen Markt trifft SMA Solar auf starke Allianzen. So kooperiert laut Hummel der erfolgreiche Dünnschichtmodul-Produzent First Solar dort mit dem Siemens-Konkurrenten General Electric bei der Weiterentwicklung der Wechselrichter-Technologie.

Insgesamt sinkt der Umsatz von SMA Solar bis Ende 2013 von 1,5 Milliarden Euro im Vorjahr auf 900 Millionen bis eine Milliarde Euro. Das bedeutet ein Umsatzminus von 80 bis 90 Millionen Euro. Im kommenden Jahr will SMA Solar aber der Sprung zurück in die Gewinnzone schaffen  und wieder schwarze Zahlen schreiben.

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