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Umwelt: Erneuerbare Energie muss nicht teuer sein

von Franz W. Rother und Wolfgang Kempkens

Sonne, Wind, Biomasse und Geothermie können den Energiebedarf der Welt decken. Noch sind die Techniken sehr teuer. Das könnte sich in naher Zukunft ändern.

Das von der Voith Siemens Quelle: obs
Das von der Voith Siemens Tochter Wavegen betriebene Wellenkraftwerk Limpet auf der schottischen Insel Islay Quelle: obs

Südkorea ist ein rohstoffarmes Land. Vor allem bei der Energieversorgung ist es auf Importe angewiesen. Dabei liegt die Lösung vor der Tür, genauer: vor der Küste. Im Meer stecken ungeahnte Mengen an Energie. Diese wollen die Südkoreaner jetzt mit deutscher Hilfe nutzen. Voith Hydro Ocean Current Technologies und Innogy, die Erneuerbare-Energien-Tochter des Multis RWE, bauen dort gerade ein Unterwasserkraftwerk, das eine konstante Meeresströmung nutzt. Die Anlage, die einem gefluteten Windgenerator ähnelt, hat eine Leistung von 110 Kilowatt.

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Wenn sie sich bewährt, soll der Unterwasser-Energiepark allerdings auf einige Hundert Megawatt erweitert werden. Etwa 3,5 Prozent des Weltstromverbrauchs könnten ohne Belastung des Klimas mit Strom aus dem Meer gedeckt werden, haben Berechnungen des Heidenheimer Anlagenbauers Voith Hydro ergeben.

Gedacht wird dabei nicht nur an die energetische Nutzung der Meeresströmungen, sondern auch an Gezeitenkräfte und Wellen. Voith kaufte inzwischen das schottische Unternehmen Wavegen, das auf der Insel Islay das weltweit erste Wellenkraftwerk zur Stromerzeugung betreibt. Und im spanischen Baskenland bauten die Partner 16 weitere Anlagen mit einer Gesamtleistung von 250 Kilowatt. Achtmal größer ist die Leistung eines Neubaus auf den Äußeren Hebriden nordwestlich von Schottland.

Schlangen und Drachen

Auch ContiTech setzt aufs Meer. Die Niedersachsen sind an mehreren Entwicklungen beteiligt, unter anderem an Pelamis, einer 150 Meter langen neuzeitlichen Seeschlange. Sie besteht aus mehreren Segmenten, die sich im Wellengang gegeneinander verschieben. Diese Bewegungen übertragen sich auf Pumpen, die Hydrauliköl durch einen Turbogenerator pressen. Vor Portugal, das bis zum Jahr 2050 bis zu 30 Prozent seines Stroms aus Meeresenergie beziehen könnte, arbeiten bereits drei dieser Seeschlangen mit einer Gesamtleistung von 2,3 Megawatt.

13 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 16.03.2011, 15:14 UhrAnonymer Benutzer: makromikro

    vandale ist schlicht ein Armleuchter.

  • 06.11.2009, 13:31 UhrAnonymer Benutzer: Steigenberger

    Sehr interessanter WiSO-Artikel, der die Möglichkeiten der neuen Energiegewinnungsmöglichkeiten weltweit beschreibt; dabei ist klar, dass nicht alles überall wirkungsvoll genutzt werden kann.
    Trotzdem sind die Nutzungen dieser meist umweltfreundlichen Energiegewinnungsarten sinnvoll, gerade in sich modernisierenden Schwellenländern.
    Wie schon von den Vorrednern bemerkt geht der "VANDALE" doch an den realen Problemen vorbei, wohl aus Gründen der Lobbytätigkeit für Energie/-Ölfirmen !
    Das sich in 100ten von Millionen Jahren neue Öl/-Gasvorkommen entwickeln mag ja stimmen, dieser Zeithorizont ist jedoch nicht relevant.
    Was im Artikel fehlt ist der Hinweis, dass interessierte Kreise aus dem bereich der Energie-Versorger, die auf ihren kohle/-Atomkraftwerken sitzen, die noch nicht abgeschrieben sind, keinerlei interesse an der schnellen Verbreitung der "alternativen " Energien haben, weil die abschreibungen noch laufen ! - ähnlich sieht es bei den Mineralölkonzernen aus, die bei Verlagerung der Autoantriebstechnik auf ihrem Öl sitzenbeleiben würden.
    beide Konzerngruppen verfügen über immense finanzmittel, die auch für politische Lobbyarbeit u. werbewirksame volksverdummung eingesetzt wwerden, an der auch bezahlte PR-Journalisten beteiligt sind !
    Schon jetzt könnte durch bessere Vernetzung u. Durchleitungs/-Einspeisungsbedingungen sehr viel Stromenergie eingespart werden, das behindert aber die Oligopolgewinne der Energiekonzerne, weder CDU, noch SPD haben dagegen viel unternommen, mal sehen was die Liberalen zustande bringen .

  • 17.09.2009, 13:52 UhrAnonymer Benutzer: globalix

    Lieber Vandale,

    betreiber? Z.b.: EOn -> PreussenElektra = 100%ige Tochter der VEbA, ab 1965 teilprivatisiert, erst 1987 vollprivatisiert. Stade, Unterweser, Würgassen und auch brokdorf gingen alle ans Netz, als Vater Staat noch mit drin hing.

    Die Netze wurden gleich mit verschenkt -> Regionales Verteilungsmonopol für die betreiber. Wer konnte denn 1988 wählen keinen Atomstrom zu kaufen? Sorry, ein vom Staat geschenktes Monopol ist eine Subvention.

    Das Problem ist nicht ein Lager zu finden, sondern den Dreck 100000 Jahre dort zu sichern, ist ne Lange Zeit. Ungesichert wird so ein Lager kaum betrieben werden, Stichwort: Muselmane und schmutzige bombe.

    Wer hat eigentlich die bisherigen Kosten getragen für Gorleben etc? Exploration, Polizeischutz für die lieben Castoren. Alles keine Subvention, sicher, heisst ja anders.

    Tut mir Leid auch eine Staatsbürgschaft ist eine Subvention, weil Garantie vom Staat, ergo günstigere, bzw. überhaupt Kredite.

    Da Du Dich so gut auskennst: Wie hoch sind die Versicherungssummen für den Fall einer Katastrophe z.b. in biblis (bei Frankfurt), also falls grosse Teile des Rhein-Main-Gebiets betroffen wären. Wie hoch sind die Rücklagen der betreiber für so einen Fall? Und wie viel Steuern zahlen die betreiber auf die Kapitalgewinne die sie mit diesen Rücklagen erziehlen? Und dann sag mir nochmal das keine Subventionen fliessen.

    Wer wird denn einspringen, wenn ein betreiber Pleite ist? Auch das ist eine Subvention, wenn bewusst Rücklagen und Versicherungssummen per Gesetz zu gering gefordert werden, da der Staat ja ohnehin einspringen wird.

    Wer zahlt für die behandlung der vermehrten Leukämiefälle in der Nähe von AKW? behandlung, Leid der Kinder, Eltern.

    Subvention ist nicht nur das wo Subvention draufsteht.

    Gruss, globalix

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