Vattenfall: Warmer Sommer vermasselt Vattenfall das Geschäft

Vattenfall: Warmer Sommer vermasselt Vattenfall das Geschäft

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Die niedrigen Strompreise machen Vattenfall das Geschäft schwer

Der schwedische Energieriese Vattenfall kämpft weiter mit sinkender Nachfrage und niedrigen Strompreisen. Ein Ausverkauf soll die Bilanz aufbessern. Doch für die deutsche Braunkohlesparte gibt es noch keinen Käufer.

Der schwedische Energiekonzern Vattenfall hat das vergangene Jahr wegen niedriger Strompreise und des warmen Wetters mit roten Zahlen abgeschlossen. Unter dem Strich habe der Verlust bei 8,3 Milliarden schwedischen Kronen (880 Mio Euro) gelegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Stockholm mit. Auch ein massives Sparprogramm änderte nichts an dieser Entwicklung. Im vierten Quartal fiel der Fehlbetrag allerdings geringer aus als im Vorjahresquartal. Der Umsatz sank 2014 auf 166 Milliarden Kronen (17,6 Mrd Euro).

Vattenfall-Chef Magnus Hall sagte, das vorige Jahr sei von einer schwachen Nachfrage und fallenden Strompreisen geprägt gewesen. Zudem habe der warme Sommer zu einem geringen Verbrauch von Strom, Gas und Wärme geführt. Dennoch sei es gelungen, in den letzten vier Jahren 13,7 Milliarden Kronen jährlich einzusparen.

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Um die Verluste auszugleichen, hatte sich Vattenfall zuletzt von zahlreichen Beteiligungen getrennt. Im Dezember verkaufte der Staatsbetrieb ein Kohlekraftwerk in Dänemark und ein Kabel in der Nordsee, das Strom vom britischen Windpark Thanet transportiert. In Deutschland trennte sich Vattenfall von Anteilen an der Hamburger Müllverwertung und der Hamburger Stromnetz GmbH.

Energiekonzern Vattenfall will Braunkohle loswerden

Vattenfall will seine Braunkohle-Aktivitäten abstoßen. In Zukunft soll der Fokus der Schweden stärker auf dem Geschäft mit Ökostrom liegen.

Die Kühltürme des Braunkohlekraftwerkes der Vattenfall AG. Quelle: dpa

Außerdem sucht der schwedische Energieriese einen Käufer für seine deutsche Braunkohlesparte. Vattenfall betreibt in Deutschland derzeit fünf Gruben in Brandenburg und Sachsen sowie mehrere Kraftwerke. Dort arbeiten etwa 8000 Menschen.

Eine neue Einheit innerhalb des Vattenfall-Konzerns soll den Verkauf künftig vorantreiben. Deutschlands größter Braunkohleförderer RWE will das Vattenfall-Geschäft nach früheren Angaben nicht übernehmen.

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