Wettbewerbsdruck: Solarbranche am Scheideweg

ThemaSolarenergie

Wettbewerbsdruck: Solarbranche am Scheideweg

von Andreas Toller

Die Solar-Subventionen steigen weiter, die Verbraucher zahlen immer mehr. Jetzt will Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) das Erneuerbare Energien-Gesetz radikal ändern. Die Solarindustrie zittert.

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Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) hält grundlegende Reform des EEG für nötig.

Die deutsche Solarindustrie hängt am Tropf der Politik. Die Subventionen für Solarstrom-Anlagen bescheren den Herstellern von Solarmodulen, den Handwerkern und den Dienstleistern volle Auftragsbücher. Je mehr Aufträge, umso höher ist die Umlage - mit der alle Stromverbraucher den politisch verordneten Solarboom finanzieren. Darüber ist ein handfester Streit zwischen Rösler, Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU), Verbraucherschützern, Umweltaktivisten und den Lobbyisten der Solarindustrie entbrannt. Selbst innerhalb der politischen Lager ist man uneins.

Derzeit zahlt jeder Verbraucher 3,59 Cent je Kilowattstunde zusätzlich zum regulären Strompreis. 2010 waren es noch 2,05 Cent je Kilowattstunde. Die Zulage erhalten die, die selbst Strom aus erneuerbaren Energien erzeugen und ins allgemeine Stromnetz einspeisen. Dabei entfallen auf Solarstrom mehr als 50 Prozent der Einspeisevergütungen, obwohl Sonnenenergie nur rund drei Prozent zur gesamten Stromerzeugung beiträgt. Eigentümer von Solaranlagen erhalten 20 Jahre lang mehr für ihren Strom, als sie am freien Markt erzielen könnten. Diese im Erneuerbare Energiengesetz (EEG) festgelegte, erhöhte Einspeisevergütung sollte Anreize zur Errichtung von Solaranlagen schaffen.

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Sie funktioniert aber viel besser, als gedacht.

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