Windenergie: Windanlagenbauer Nordex schafft die Wende

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Windenergie: Windanlagenbauer Nordex schafft die Wende

von Mario Brück

Der Hamburger Windanlagenbauer Nordex hat seine zweijährige Verlustphase hinter sich gebracht. Die Auftragsbücher sind prall gefüllt und die strenge Schlankheitskur hat das Unternehmen wieder fit gemacht.

Die Wiederauferstehung des Windkraftanlagenherstellers Nordex zeichnete sich schon seit Mitte vergangenen Jahres ab. Monat für Monat konnte das in Hamburg ansässige Unternehmen, das seine Maschinenhäuser und Rotorblätter in Rostock produziert, neue Aufträge an Land ziehen. Die heute veröffentlichten Daten zum Geschäftsverlauf 2013 zeigen: Der Windturbinenbauer ist zurück im Geschäft, nach zwei verlustreichen Jahren ist er operativ wieder im Plus.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag bei 44 Millionen Euro nach einem Minus von 61 Millionen im Jahr davor. Die Erlöse kletterten um ein Drittel auf 1,4 Milliarden Euro. Unter dem Strich blieb ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von gut 10 Millionen Euro übrig;  nach einem Verlust von fast 95 Millionen Euro im Jahr zuvor. Kostensenkungen und Verschlankungen machten es möglich. Unter anderem trennte sich Nordex von seinen nicht ausgelasteten und daher verlustreichen Produktionsstätten in den USA und China, gab das Geschäft mit Windkraftanlagen auf hoher See auf und konzentrierte sich auf maßgeschneiderte Windmühlen für kleine- und mittelgroße Auftraggeber und deren Windparks.

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Volle Auftragsbücher treiben die Norddeutschen weiter an. Die Bestellungen erreichten 2013 mit 1,5 Milliarden Euro einen Rekordwert. Zum Jahreswechsel standen festfinanzierte Aufträge über knapp 1,3 Milliarden Euro in den Büchern. In diesem Jahr geht der Vorstand davon aus, neue Aufträge im Umfang von 1,6 Milliarden Euro zu erhalten.

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Die Erlöse sollen im laufenden Jahr auf 1,5 Milliarden Euro steigen, teilte das im TecDAX notierte Unternehmen heute bei der Bilanz-Pressekonferenz in Frankfurt mit. Der Gewinn soll dabei stärker zulegen. Der Vorstand erwartet eine operative Marge von 3,5 bis 4,5 Prozent - das entspricht einer Spanne von 52,5 bis 67,5 Millionen Euro für das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit).

Eine jetzt errichtete Windmühle vom Typ N117/2400 im irischen 36-Megawatt-Windpark Monaincha hat die weltweit installierte Nennleistung von Nordex erstmals über die Schwelle von 10.000 Megawatt gehoben. Alle seit 1985 installierten knapp 6000 Nordex-Turbinen versorgen heute somit rechnerisch mehr als 6,5 Millionen Vier-Personen-Haushalte mit Windstrom und vermeiden dabei jährlich über 26 Milliarden Tonnen klimaschädliche CO2-Emissionen.

Allein im vergangenen Jahr hat die Gruppe weltweit insgesamt 506 Turbinen errichtet. Im Schnitt gingen somit knapp zwei Anlagen pro Wochenarbeitstag ans Netz.

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