Siemens Windenergiesparte
Siemens ist Weltmarktführer bei Offshore-Windrädern. Bis Ende 2012 will der Konzern drittgrößter Windturbinenhersteller der Welt werden. 2500 Megawatt Leistung hat Siemens bereits in europäischen Offshore-Parks installiert. Als großes Problem hat sich die Anbindung der Windparks in der deutschen Nordsee erwiesen. Der Windpark Borwin 2 vor Borkum geht wie auch Helwin 1 vor Helgoland ein Jahr später als geplant ans Netz. Der Bereich Power Transmission schrieb im ersten Halbjahr 2012 einen Verlust von 314 Millionen Euro. Wegen dieser Probleme hat Siemens seine Gewinnprognose im April von 6 Milliarden auf 5,2 bis 5,4 Milliarden Euro gesenkt.
Seit Oktober 2011 steuert Siemens Wind- und Solargeschäft getrennt. Die Windkraftzentrale liegt nun in Hamburg statt im dänischen Brande. Dort sollen bis 2014 mehr als 300 neue Jobs entstehen. Derzeit arbeiten rund 8.000 Mitarbeiter weltweit für die Windenergiesparte. Der Umsatz für das Wind- und Solargeschäft lag 2011 bei 3,9 Milliarden Euro. Der Großteil davon entfällt auf die Windenergie. Nach der Eröffnung von zwei neuen Fabriken in den USA und China Ende 2010, plant Siemens weitere Produktionsstätten in Kanada und Großbritannien.