Windkraft: Meer Energie - Seite 4

Windkraft: Meer Energie

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Dänen vorn
Dänen vorn

Und Baukonzerne wollen sich nicht einmal mehr vom Wetter abhalten lassen: Strabag und Hochtief haben Spezialschiffe bestellt, mit deren Hilfe sich Windgeneratoren auch bei hohem Wellengang aufrichten lassen.

Ein starker Widersacher erwächst Bard in Siemens. Der Münchner Konzern ist erst 2004 mit der Übernahme des dänischen Windradbauers Bonus Energy groß in den Windsektor eingestiegen. Seitdem expandiert Siemens kräftig: Die Jahresproduktion vervierfachte sich von 500 auf 2000 Megawatt, die Zahl der Beschäftigten legte von 800 auf 5500 zu.

Andreas Nauen, Chef der Windsparte, hat ein ehrgeiziges Ziel. „Wir wollen unter die ersten drei Hersteller der Welt kommen.“ Momentan belegen die Münchner den sechsten Platz (siehe Grafik).

Schwimmende Kraftwerke

Erst jüngst sorgte das Unternehmen mit dem ersten schwimmenden Windrad für Furore. Es ruht auf einem Schwimmfuß, der mit Seilen im Meeresboden vertäut wird. Mitentwickler war der norwegische Konzern StatoilHydro. Vor der norwegischen Küste produziert die Mühle bereits Strom. Das Meer ist an dieser Stelle mit 220 Metern viel zu tief, um die Anlage fest im Boden zu verankern. Mit der neuen Technik, so die Erwartung der Ingenieure, könne künftig auch auf hoher See Strom produziert werden, selbst wenn das Meer 700 Meter tief sei. Die höheren Windgeschwindigkeiten dort erhöhen die Ausbeute noch.

Zusätzliches Geld könnte eine Idee von Wissenschaftlern am Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven in die Kassen der Windanlagenbetreiber spülen. Sie wollen an den Fundamenten Miesmuscheln und Algen züchten. Aus Letzteren ließe sich Biogas gewinnen.

André de Leeuw von Royal Frysk Muscheln im Nordseestädtchen Emmelsbüll-Horsbüll unweit der dänischen Grenze, einem der größten Muschelfischerbetriebe in Deutschland und den Niederlanden, ist bereits hellhörig geworden. Wenn es genügend Windparks auf hoher See gäbe, könne sich die Zucht durchaus rechnen, so seine Erwartung. Denn dann würde sich zum Beispiel die Anschaffung eines Schiffs zur Aberntung der Muscheln lohnen.

Ein Kraftwerk das Strom, Gas und Nahrungsmittel erzeugt. Das wäre dann wirklich einmalig auf der Welt.

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7 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 05.01.2010, 19:31 UhrAnonymer Benutzer: Markus

    Hallo, laut Wikipedia beträgt die Energierücklaufzeit weniger als ein Jahr. Deswegen verstehe ich nicht, wieso es immer heißt die Anlagen würden sich nicht amortisieren.
    Klar muß man sich Gedanken machen wie weit wir die Umwelt verschandeln wollen und wie hoch die Effizienz einer solchen Anlage wirklich ist, aber eine Alternative zum ewigen strahlenden Atommüll und zu Kohlekraftwerken mit ihrem immensen Co2 Ausstoß sind die Windräder allemal. Und natürlich sehe ich sie nicht als der Weisheits letzter Schritt, sondern als Zwischenstufe für weitere Entwicklungen und Technologien. Letzendlich ist nicht die Stromgewinnung das Problem, sondern die Speicherung derselben. Dann könnten auch große Wüstengebiete mit Sonnenenergie sinnvoll genutzt werden und das Energie-Problem wäre zum größten Teil gelöst.

  • 05.11.2009, 13:42 UhrAnonymer Benutzer: power

    bei Onshore-Windkraft ist die Einspeisevergütung die einzige "Subvention". Ein Windkraftbetriebsunternehmen - ca. 600 Anlagen - vergleicht die Erträge laufend mit dem börsenpreis. Ergebnis: 93% der Anlagen würden bei börsenverkauf höhere Erträge wie mit dem EEG erzielen! Als Kleinbetreiber würde ich aber auch immer die Sicherheit des EEG vorziehen. Auch wenn der Ertrag schlechter ist.

  • 31.10.2009, 18:18 UhrAnonymer Benutzer: vandale

    Hallo ?,

    Sie geben mir die Wahl zwischen der Nachbarschaft eines KKW und Windmühlen. Andere haben mir die Nachbarschaft einer Atommülldeponie gewünscht. bei Kühlturmbetrieb eines KKW erhöht sich die Luftfeuchtigkeit im lokalen Umfeld eines KKW's. Windmühlen bergen die Gefahr von herabfallenden Eisbrocken erschlagen zu werden. Schön sind beide nicht. Wenn die Atommülldeponie mit mindestens 10m Erde bedeckt ist, so würde ich es vorziehen über einer Atommülldeponie zu wohnen.

    Die wirtschaftliche Lebensdauer von Windmühlen wird, wie geschrieben vom Subventionssystem bestimmt, weil eine Windmühle ohne Subventionen nicht einmal die laufenden Kosten erwirtschaftet, vom eingesetzten Kapital ganz zu schweigen.

    Als ingenieur behaupte ich, obwohl ich nicht in der Windbranche bin, daß die heutigen Stahlmasten aus Kosten-, Lebensdauer und Stabilitätsgründen vorteilhafter sind als Holzmasten. ich stehe in Kontakt mit ingenieuren aus der Ökobranche. Sie machen eine sehr gute Arbeit. Nur sind eben Wind und Sonne aufgrund der mangelnden Energiedichte ungeeignet für eine industrielle Energieerzeugung.

    Die Speicherung von Strom ist, sofern man eine nichtökologische Erzeugung zu Kosten von 1-4c/KWh zugrunde legt nur in Ausnahmefällen wirtschaftlich. Man pumpt hierzu mit günstigem Nachtstrom Wasser in ein höher liegendes becken. bei Spitzenbedarf wird das gespeicherte Wasser durch Turbinen geleitet. Das kostet inklusive Zu- und Ableitung die Hälfte des Stroms. Mit einer ökoreligiösen Energieerzeugung wo Geld keine Rolle spielt kann man auch andere Lösungen andenken.

    Warum bin ich nicht objektiv? Vrwenden Sie den begriff Objektivität in dem Sinne das abweichende Erkenntnisse nicht objektiv sind?Stört es Sie, daß die Wirklichkeit nicht zu ihrem aus Deutschen Medien entnommenen bild paßt? Rechnen Sie mal selbst!

    Vandale

    Vandale

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