Energiekonzern: E.On plant Massenentlassungen

Energiekonzern: E.On plant Massenentlassungen

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Dunkle Wolken ziehen über der Zentrale von E.On Ruhrgas auf. Das Essener Subunternehmen des Energiekonzerns soll unter anderem aufgelöst werden.

Gewinneinbruch, Schulden, hohe Gaspreise, Atomausstieg – E.On steht einigen Problemen gegenüber. Das Unternehmen reagiert mit einem harten Sparkurs.

E.On handelt – auf Kosten seiner Beschäftigten. 9.000 bis 11.000 Arbeitsplätze könnten bis 2015 weltweit fallen, teilte der Energiekonzern am Mittwoch mit. Wie der gesamten deutschen Energiebranche, geht es auch dem Düsseldorfer Strom- und Gasriesen schlecht. Im ersten Halbjahr ist sein bereinigter Konzernüberschuss verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 71 Prozent eingebrochen. Zur Jahresmitte betrug er 933 Millionen Euro.

Schon in den vergangenen Tagen kursierten Gerüchte um Jobkürzungen. Vorstandsvorsitzender Johannes Teyssen begründet den Schritt so: "Gegen negative Veränderungen von Märkten, vor allem aber des politischen und regulatorischen Umfeldes, sind wir nicht gefeit. Umso mehr müssen wir unseren Handlungsspielraum im Inneren nutzen." Damit spielt er auf die zahlreichen Maßnahmen der Bundesregierung an: der vorzeitige Atomausstieg, die Brennelementesteuer, die Vollauktionierung von CO2-Zertifikaten ab 2013. Doch auch veränderte Marktbedingungen drücken den E.On-Gewinn – vor allem im Gasgeschäft.

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Verlustreiches Gasgeschäft

Vom weltweit gesunkenen Gaspreis hat der Energiekonzern nämlich wenig. E.On zahlt an seine Gaslieferanten größtenteils noch hohe Preise aus langfristigen Verträgen. Deshalb versucht das Unternehmen seit längerem seine Vertragspartner zu günstigeren Preisen zu bewegen. Besonders wichtig ist dabei das russische Unternehmen Gazprom. 29 Prozent seines Gases erhält E.On aus Russland, das damit den größten Anteil unter den Beschaffungsländern ausmacht. Die Verhandlungen laufen jedoch schlecht: Sollten sie scheitern plant E.On ein internationales Schiedsverfahren.

Angesichts aller Negativmeldung leidet der Aktienkurs der E.On AG. Mittwochvormittag war das Unternehmen mit 1,34 Prozent Verlust zum Vortag der größte Verlierer im Deutschen Aktienindex Dax. (Stand: 11:43 Uhr). Die geplante Dividende an seine Aktionäre hat E.On von 1,30 Euro pro Aktie auf einen Euro herunter geschraubt.

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