Energiekonzern: EnBW will Stadtwerke gründen

Energiekonzern: EnBW will Stadtwerke gründen

von Andreas Wildhagen

EnBWs Großaktionäre - der kommunalen Zweckverband OEW und das Land Baden-Württemberg - forderten mehr Mitspracherecht. EnBW reagiert mit der Gründung von Stadtwerken.

Der Vorstandschef des Energieversorgers EnBW, Hans-Peter Villis, plant in den kommenden Monaten überall im Land Baden-Württemberg die Gründung von Stadtwerken. Dabei will sich das schwäbische Energieunternehmen, das zuletzt mit dem Abschalten von zwei Atomkraftwerken in die Verlustzone geraten ist, auch mit einer Minderheitsposition zufrieden geben und den beteiligten Kommunen den Vortritt lassen. Die Pläne bestätigte ein EnBW-Sprecher gegenüber der Wirtschaftswoche.

Mit diesem Schritt gibt der Konzern dem im Land immer lauter werdenden Ruf der Rekommunalisierung nach. Zunächst sollen die Regionalnetze von EnBW in die neuen Stadtwerke eingebracht werden. EnBW gehört zu 46,5 Prozent dem kommunalen Zweckverband OEW mit Sitz in Ravensburg, in gleicher Höhe hält das Land Baden-Württemberg Anteile am Stromversorger. Beide Großaktionäre fordern seit langem mehr Mitspracherecht bei der zukünftigen Energiestrategie des Karlsruher Unternehmens.

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