Energiekonzern Engie: Versorger ist nicht an Innogy interessiert

Energiekonzern Engie: Versorger ist nicht an Innogy interessiert

, aktualisiert 23. Juni 2017, 17:36 Uhr
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Der französische Energiekonzern Engie hat nach eigenen Angaben kein Interesse an einer Übernahme der RWE-Ökostromtochter.

Quelle:Handelsblatt Online

Laut Medienberichten prüft RWE eine Allianz mit dem französischen Energieversorger Engie. Der könnte Interesse an einer Übernahme der RWE-Ökostromtochter Innogy haben. Alles Quatsch, sagt Engie nun.

ParisDer französische Energiekonzern Engie hat nach eigenen Angaben kein Interesse an einer Übernahme der RWE-Ökostromtochter Innogy. „Nein, und ich habe das bereits gesagt“, sagte Konzernchefin Isabelle Kocher am Freitag auf einer Pressekonferenz in Paris. Reuters hatte von Insidern erfahren, dass RWE eine Allianz mit Engie prüft.

Danach könnte RWE seine Beteiligung an Innogy an die Franzosen abgeben und würde im Gegenzug an Engie beteiligt. Auch Innogy-Chef Peter Terium trat auf die Bremse: „Es gibt meines Wissens keine Kontakte, es gibt keine Gespräche mit Engie. Da ist nichts dran.“

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An der Börse war RWE mit einem Kursrückgang von bis zu 3,5 Prozent größter Verlierer im Leitindex Dax. Innogy-Papiere gaben mehr als zwei Prozent nach.

RWE wollte sich zu dem Fall nicht äußern. Vorstandschef Rolf Martin Schmitz hatte nicht ausgeschlossen, dass der Konzern seine Beteiligung von knapp 77 Prozent an Innogy abstößt. Im Gegenzug müsse RWE dafür aber etwas Besseres bekommen. Innogy habe für 2016 immerhin eine Dividendensumme von 680 Millionen Euro an den Mutterkonzern gezahlt

Der Manager betonte jedoch: „So kann es Sinn machen, auf längere Sicht ein breiter gestreutes Finanzportfolio aufzubauen mit ähnlicher Renditeerwartung, als nur auf eine Gesellschaft zu setzen, was ein vernünftiger Rentenfonds auch machen würde.“ Ein Rentenfonds setze auch nicht nur auf eine Beteiligung.

Innogy gilt wie die frühere Eon-Tochter Uniper als Übernahmekandidat. Zu den Geschäften des größten deutschen Versorgers gehören neben dem Ökostrom auch die Strom- und Gasnetze und der Vertrieb. Im Vertriebsgeschäft kämpft Innogy allerdings mit Verlusten in Großbritannien. Nach einem Kundenschwund und Abrechnungsproblemen schrieb die britische Tochter Npower 2016 einen operativen Verlust (bereinigtes Ebit) von 109 Millionen Euro. Auch 2017 drohe ein Verlust, bekräftigte Innogy-Chef Terium vor Journalisten in Berlin. „Wir werden 2017 unter der Null sein.“ 2019 wolle Npower wieder operativ Geld verdienen und schwarze Zahlen schreiben.

Quelle:  Handelsblatt Online
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