Energiekonzern: Trotz Wirtschaftskrise: RWE für 2009 optimistisch

Energiekonzern: Trotz Wirtschaftskrise: RWE für 2009 optimistisch

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Trotz Finanz- und Wirtschaftskrise hat Jürgen Großmann, Chef von RWE, gut lachen: Der Energiekonzern RWE hat im abgelaufenen Jahr seine Ziele zum Teil übertroffen

Der Energiekonzern RWE hat im abgelaufenen Jahr seine Ziele zum Teil übertroffen und rechnet trotz der Wirtschaftskrise in diesem Jahr mit einer stabilen Ertragslage. Der Umsatz werde voraussichtlich über dem Niveau von 2008 liegen, als knapp 49 Milliarden Euro erreicht wurden, teilte der Versorger heute in Essen mit.

Das betriebliche Ergebnis sowie das für die Dividendenberechnung wichtige nachhaltige Nettoergebnis sollen jeweils in der Höhe des Vorjahres abschließen. Mittelfristig ist RWE optimistisch, die bisherigen Ziele zu übertreffen. Voraussetzung sei aber, dass die Rezession keine lang anhaltenden negativen Auswirkungen auf den Strompreis hat. Das betriebliche Ergebnis will RWE bis 2012 nun um durchschnittlich fünf bis zehn Prozent steigern. Bislang waren fünf Prozent geplant. Darin ist die angestrebte Übernahme des niederländischen Versorgers Essent noch nicht einbezogen. Bedingung für diese Prognose sei, dass der sogenannte Forward-Strompreis mindestens 60 Euro pro Megakilowattstunde betrage.

Auf dieser Basis will RWE das nachhaltige Nettoergebnis in der Größenordnung von zehn Prozent statt bisher fünf bis zehn Prozent steigern. Um diese Ziel zu erreichen, verstärkt der Konzern seine Maßnahmen zur Kostensenkung und Erlössteigerung. Diese sollen bis 2012 schrittweise das Ergebnis um 1,2 Milliarden Euro statt bisher 600 Millionen Euro verbessern. Davon sollen bereits in diesem Jahr 450 Millionen Euro ergebniswirksam werden.

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Alles in allem dürfte dieses Jahr trotz der Finanz- und Wirtschaftskrise für den Konzern ein gutes Geschäft werden. „Unser Geschäftsmodell ist wetterfest, unsere Finanzen sind es auch“, sagte RWE-Chef Jürgen Großmann heute bei der Bilanzpressekonferenz. Er kündigte zugleich zum 1. April eine Senkung der Gaspreise um zwölf Prozent an. „Auch wir sind nicht gefeit vor den Risiken einer möglicherweise mehrjährigen Rezession mit entsprechend rückläufigem Industriestromverbrauch und niedrigen Energiepreisen“, räumte der RWE-Chef ein. Beim Umsatz und den den wichtigsten Ergebniskennzahlen rechne das Unternehmen 2009 jedoch mit Werten auf dem Niveau des Vorjahres. Im vergangenen Jahr hatte sich das betriebliche Ergebnis um 4,5 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro erhöht. Wegen Wertberichtigungen ging das Nettoergebnis aber unterm Strich um rund vier Prozent auf knapp 2,6 Milliarden Euro zurück. Der Umsatz erhöhte sich im vergangenen Jahr um 15 Prozent auf 49 Milliarden Euro.

Nach dem bis zum Herbst 2009 geplanten Abschluss des Erwerbs des größten niederländischen Energiekonzerns Essent wollte der RWE-Chef weitere Zukäufe „nicht kategorisch ausschließen“. Wenn überhaupt, würden diese Neuerwerbungen jedoch bei weitem nicht die Größenordnung des Essent-Projekts haben. Bei den angekündigten Investitionen werde das Unternehmen keine Abstriche machen. Bis zum Jahr 2012 seien Investitionen von 26 Milliarden Euro allein in Sachanlagen geplant.

Die Senkung des Gaspreises um zwölf Prozent begründete das Unternehmen mit der Bindung an die gefallenen Ölpreise. Unter Einbeziehung einer Preissenkung im Januar sei dies ein Rückgang um bis zu 18 Prozent seit Jahresbeginn.

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