Energiepreise: DIHK fürchtet verstärkt Pleiten in der Transportbranche

Energiepreise: DIHK fürchtet verstärkt Pleiten in der Transportbranche

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Ein Lastwagen in München: Die DIHK warnt vor einer Pleitewelle in der deutschen Transportbranche wegen der stark gestiegenen Energiepreise.

Der Deutsche Industrie und Handelskammertag (DIHK) warnt vor einer Pleitewelle in der deutschen Transportbranche aufgrund der stark gestiegenen Energiepreise.

Lange Zeit hat die deutsche Wirtschaft gehofft, die Energiepreisentwicklung aussitzen zu können. Doch jetzt ist die Schmerzgrenze offenbar erreicht.

Die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage unter 120 Logistik- und Verkehrsunternehmen nimmt der Deutsche Industrie und Handelskammertag (DIHK) zum Anlass, vor Pleiten in der Verkehrsbranche zu warnen. Die befragten Spediteure gehen davon aus, „dass gerade auch viele mittelständische Familienunternehmen schließen müssen“, heißt es in der DIHK-Auswertung.

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Der massive Anstieg der Dieselpreise habe bei den Firmen zu Mehrkosten von bis zu zehn Prozent geführt. Schon jetzt sei daher ein „Zurückfahren von Investitionen“ und der Abbau von Arbeitsplätzen absehbar.  Dies gelte sowohl für den Güter- wie für den Busverkehr.

Zugleich schwinde bei den Kunden der Logistikunternehmen angesichts „ständig weiter steigender Kosten“ das Verständnis für die Probleme der Branche. So würden immer mehr Auftraggeber eine „stärkere Nutzung von Bahn und Binnenschiffen“ in Betracht ziehen, heißt es. Bus-Unternehmen würden sogar einen „Marktaustritt“ aus dem öffentlichen Personennahverkehr prüfen. Dazu werde es kommen, falls sich die Kommunen weiter gegen Fahrpreiserhöhungen sperren, die Mittel im Gegenteil kürzen, sodass eine „Kostendeckung nicht mehr gewährleistet ist“.

Allerdings sehen einzelne Busunternehmen auch Chancen. So würden die steigende Energiepreise zu einem „Rückgang des Ferntourismus“ führen. Davon könnten Bus und Bahn profitieren, da sie vor allem für kürzere Strecken genutzt würden.

Angesichts der „dramatischen Lage“ im Transportgewerbe fordert DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun einen Verzicht auf die für Januar 2009 geplante Erhöhung der Lkw-Maut.

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