Energieversorger: Utz Claassen wird Sonnenkönig

Energieversorger: Utz Claassen wird Sonnenkönig

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Der ehemalige Vorstandsvorsitzende des Energieunternehmens EnBW, Utz Claassen, übernimmt den Vorstandsvorsitz der Solar Millennium AG

Der frühere Chef des Energiekonzerns EnBW, Utz Claassen, übernimmt ab 2010 den Vorstandsvorsitz von Solar Millennium, einem Projektentwickler und Erbauer von Solarkraftwerken.

Der ehemalige EnBW-Chef Utz Claassen (46) wechselt in die Solarbranche und wird neuer Vorstandsvorsitzender der Solar Millennium AG. Er werde den Posten am 1. Januar 2010 antreten, teilte das Unternehmen in Erlangen mit. Unter Claassens Führung wolle die Solar Millennium-Gruppe ihren ehrgeizigen Wachstumskurs mit solarthermischen Kraftwerken fortsetzen, hieß es. Der bisherige Vorstandschef Christian Beltle soll vorerst im Vorstand bleiben.

Claassen war von 2003 bis 2007 Chef des Energieversorgers EnBW in Karlsruhe, des drittgrößten Energiekonzerns in Deutschland, und hat diesem mehrfach zu Rekordergebnissen verholfen. In seine Amtszeit fiel auch der Antrag auf Laufzeitverlängerung für den Kernreaktor Neckarwestheim I. Nach seinem Ausscheiden stritt er sich mit dem Karlsruher Konzern um Pensionszahlungen. Im Oktober einigten sich beide Seiten darauf, dass Claassen eine einmalige Abgeltung von 2,5 Millionen Euro erhält. Davor war Claassen von 2003 bis 2007 Vorstandsvorsitzender des Labor- und Prozesstechnologieanbieters Sartorius, hatte das Unternehmen neu ausgerichtet und das Geschäftsergebnis erheblich verbessert.

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Vom AKW-Verlängerer zum Sonnenkönig

Solar Millenium sorgte in diesem Jahr mit seiner Beteiligung am Wüstenstromprojekt Desertec für Aufsehen. Das Desertec-Konsortium aus zwölf europäischen Unternehmen möchte in der Wüstensonne der Sahara mit Investionen in Höhe von 400 Milliarden Euro bis 2050 riesige Solarkraftwerke errichten, um Europa mit Ökostrom zu versorgen. Eines Tages sollen 15 Prozent des europäischen Strombedarfs durch das Projekt gedeckt werden. Ins Gerede kam Solar Millenium aufgrund zweifelhafter Beteiligungen von Akteuren des grauen Kapitalmarktes, wie die WirtschaftsWoche berichtete.

Claassen erklärte in einer Mitteilung: „Die Zukunft des Planeten liegt in neuen Technologien, ganz besonders in den Bereichen Energie und Klimaschutz.“ Er freue sich, an der „Schaffung der Energiewelt von morgen“ mitzuwirken. Solar Millennium plant, entwickelt und baut weltweit solarthermische Kraftwerke mit Schwerpunkten in Spanien, USA, China, Nordafrika und Indien. Aufsichtsratschef Helmut Pflaumer erklärte, es reflektiere den Wertewandel hin zu Ressourcenschonung und Klimaschutz, dass der ehemalige Konzernchef eines der größten deutschen Energieversorger sich nun auf die erneuerbaren Energien konzentriere.

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