Entlassungswelle: Banker stehen auf der Straße

Entlassungswelle: Banker stehen auf der Straße

Bild vergrößern

Viele Banken mussten in der Krise erleben, wie es nicht geht: Sie büßen ihre Unabhängigkeit ein.

Die Schuldenkrise in den USA und Europa fordert neue Opfer. Nach den großen US-Banken ziehen jetzt die Schweizer Geldhäuser nach und setzen reihenweise Banker vor die Türe – sie müssen sparen.

In der Finanzkrise hingen die großen amerikanischen Banken noch am Staatstropf, kurz darauf flossen schon wieder die Boni. Im vergangenen Jahr bekamen Banker von Goldman Sachs durchschnittlich 300.000 Euro, die Kollegen bei Morgan Stanley kassierten rund 180.000 Euro Bonus. Doch jetzt treffen die Staatsschulden Europas und der USA offensichtlich auch die Banken. Einer Studie der amerikanischen Beraterfirma Challenger zufolge, planen die US-Banken allein für das Jahr 2011 11.500 Stellen zu streichen.

Angefangen hat die Entlassungswelle im Januar beim britischen Geldhaus Barclays Capital. Im Juni schasste die Bank nach Informationen des Nachrichtendienstes Bloomberg 100 neuangestellte Mitarbeiter, denen ab Juli ein höheres Gehalt zugestanden hätte.

Anzeige

Goldman will 1,2 Milliarden Dollar sparen

Laut Bloomberg will nun auch die Bank of America Investmentbanker rauswerfen, in Connecticut stehen schon rund 100 Angestellte der Bank auf der Straße. Auch bei Morgan Stanley und Goldman Sachs sind Massenentlassungen geplant: David Viniar, Finanzchef von Goldman will 1000 der insgesamt 35.500 Stellen streichen. Als Begründung führt er wirtschaftliche Gründe an: Beim Handel mit festverzinslichen Wertpapieren machte die Bank 63 Prozent Verluste – das Geld muss erstmal wieder reingeholt werden. Rund 1,2 Milliarden Dollar sollen durch die Kündigungen eingespart werden. Treffen soll es sowohl alte als auch junge Angestellte – Goldmann wählt die Rasenmähermethode.

Auch Morgan Stanley kürzt und will 300 Mann aus seiner Brokerage-Abteilung entlassen, laut Fox News sollen sogar bis zu 1.000 Leute gehen.

UBS-Gewinn bricht um 49 Prozent ein

Jetzt schwappt die Kündigungswelle weiter nach Europa. Der teure Schweizer Franken und die europäische Schuldenkrise machen der UBS und der Credit Suisse Probleme. Erstere hatte im zweiten Quartal einen Gewinneinbruch um 49 Prozent auf 1,01 Milliarden Schweizer Franken kassiert. UBS-Finanzvorstand Tom Naratil hat deshalb angekündigt, bis 2014 bis zu zwei Milliarden Schweizer Franken einsparen zu müssen.

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%