Die besten Lehrer suchen Der frisch gekürte „Shooting Star 2003“, der etwa die Hauptrolle in „Good bye, Lenin!“ spielt, konnte reichlich vom Erfahrungsschatz und den Kontakten seines Vaters und seines Onkels profitieren. Durch die beiden Regisseure hat das Nachwuchstalent die Branche früh von innen kennen gelernt. „Wäre mein Vater Bäcker, wäre es für mich bestimmt schwerer gewesen, die richtigen Leute zu treffen“, sagt der 24-Jährige nüchtern, der nie eine Schauspielschule besucht hat. „Die Kombination aus guten Veranlagungen und guten Verbindungen muss man pflegen“, sagt Holger Geschwindner, einst Kapitän des deutschen Basketball-Olympiateams und heutiger Trainer des Profispielers Dirk Nowitzki. Sein Zögling, der zu den Stars der nordamerikanischen NBA-Liga zählt, stammt aus einer aktiven Sportlerfamilie. Schon als Jugendlicher hatte er von einer Profikarriere geträumt. Dass er dieses Ziel erreicht hat, verdanke er, so Nowitzki, auch den Erfahrungen seines Trainers. Der Champion rät deshalb jedem, der im Sport groß rauskommen will, sich „nur die besten Lehrer zu suchen“. Natürlich kann nicht jeder auf familiäre Bande bauen oder sich einen Profitrainer leisten. Doch solche Netzwerke lassen sich auch aufbauen. Zum Beispiel, indem man zu Vorträgen von Wirtschaftslenkern geht, Jobmessen besucht oder sich in einem bereits bestehenden Netzwerk engagiert. Doch Vorsicht: „Wer dabei andere wie ein Vampir nur aussaugt, wird schnell abgeblockt“, warnt Führungskräftetrainerin Rieskamp. Persönliches Coaching durch hochrangige Führungskraft Unterstützung beim Aufbau von beruflichen Netzen bieten auch die Hochschulen – mit Mentorenprogrammen, die teils fächerübergreifend, teils an einzelnen Fakultäten angesiedelt sind. Die Uni Eichstätt etwa stellt BWL-Studenten ab dem Vordiplom einen persönlichen Berater zur Verfügung. Der soll ihnen die Spielregeln der Wirtschaft erklären und bei der Karriereplanung helfen. Die Mentoren wissen, wovon sie sprechen: Meist sind es ehemalige Absolventen, die heute erfolgreich im Berufsleben stehen. An der Uni Witten/Herdecke wiederum stehen hochrangige Manager aus Unternehmen wie ThyssenKrupp, Schenker Stinnes Logistics oder L`Oréal Deutschland dem Nachwuchs mit Rat und Tat zur Seite. An fast allen Hochschulen in Niedersachsen und Thüringen dagegen fördern spezielle Programme für Frauen den Kontakt zwischen Studentinnen und weiblichen Führungskräften – meist aus technischen Berufen. Damit sollen Studentinnen ermutigt werden, eine Karriere in eher männerdominierten Branchen und Positionen zu wagen. Wie hilfreich das Vorbild erfolgreicher Manager ist, weiß auch der Absolvent der Bayerischen Elite-Akademie, Dominik Wever. Hier wird leistungsstarken Studenten für rund zwei Jahre eine Führungskraft als persönlicher Coach vermittelt. Im Fall von Dominik war das ein Manager, der 20 Jahre lang für eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft tätig war und nun im Ruhestand ist. Er hat Dominik sowohl mit den Geflogenheiten mittelständischer Firmen vertraut gemacht als auch Kontakte dahin verschafft. Davon profitiert der 24-Jährige noch heute: Zusammen mit einem Freund hat er eine eigene Softwarefirma auf die Beine gestellt. Die Kunden: Viele Mittelständler, die er während seiner Ausbildung kennen lernte.
Teenager nutzen den Kurznachrichtendienst deutlich häufiger als 2011. Das weltgrößte soziale Netzwerk bleibt aber trotz...





















