Entwicklungshilfe und Mode: Schäuble: "Hunger verkauft sich schlecht als Nachricht"

Entwicklungshilfe und Mode: Schäuble: "Hunger verkauft sich schlecht als Nachricht"

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Ingeborg Schäuble, Vorsitzende der Deutschen Welthungerhilfe

Ingeborg Schäuble, Vorstandsvorsitzende der Welthungerhilfe, hält Mode für ein gutes Instrument, um neue Aufmerksamkeit für die Not der Entwicklungsländer zu wecken.

„850 Millionen Menschen auf der Welt haben Hunger. Aber als Nachricht verkauft sich das in den Medien schlecht“, sagte Schäuble im Gespräch mitfivetonine, dem Lifestylemagazin der WirtschaftsWoche. „Es wird einfach immer schwieriger, die Menschen in den privilegierten Breiten für die Probleme der Dritten Welt zu sensibilisieren. Also wählen wir den Umweg über ein positiv besetztes Thema – die Mode –, um für die Belange der hungernden Menschen zu werben – und gleichzeitig für ihre Kultur.“

Seit 2002 entwerfen Studenten der renommiertesten Modeschulen und Universitäten Deutschlands im Rahmen des Wettbewerbs WeltGewänder der Welthungerhilfe Mode aus Stoffen, die in Entwicklungsländern wie Mali, Peru und Indien gefertigt werden. Die besten Entwürfe werden am 18. September im Rahmen einer großen Gala in der Düsseldorfer Turbinenhalle gezeigt. Der Erlös der Gala fließt direkt in Projekte der Welthungerhilfe im Millenniumsdorf Kongoussi in Burkina Faso. „Bei unseren Reisen in die Dritte Welt fiel uns regelmäßig auf, dass die ärmsten Menschen oft malerisch schön gekleidet sind“, begründet Schäuble, warum die Welthungerhilfe Mode mit Stoffen aus Entwicklungsländern präsentiert.

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„In Indien stach uns der Kontrast ins Auge zwischen der Pracht der Saris und der extremen Armut derer, die sie tragen. Kleidung hat in den Ländern der Dritten Welt einen hohen Stellenwert: Die Textilkultur blickt dort auf eine lange Geschichte zurück, wird regelrecht zelebriert. Das brachte uns auf die Idee, auf dem Umweg über Stoffe und Kleidung etwas von der reichen Geschichte dieser Länder zu erzählen.“

Dabei erzähle Mode ganz viel über die Kultur der Entwicklungsländer. „Sie ist ein ideales Medium, um fern von Polemik, Moralpredigten und Schwarzmalerei über die Lebensbe-dingungen in Entwicklungsländern aufzuklären“, so Schäuble in fivetonine. „Und sie hilft uns obendrein, neue Kreise für die Welthungerhilfe zu gewinnen – Kreise, zu denen wir als Organisation sonst keinen Zugang finden würden. Die Zusammenarbeit zwischen den jungen Designern, die am Wettbewerb teilnehmen, und unseren Partnerländern Mali, Indien und Peru bewirkt ungeahnte Synergien. Schon jetzt ist ein lebhafter Kulturaustausch im Gange.“

Die schönsten Entwürfe der neuen Herbst- und Winterkollektion 2008/2009 des Wettbewerbes WeltGewänder zeigt fivetonine in seiner neuen Ausgabe. Exklusiv für fivetonine fotografierte Hubertus Prinz von Hohenlohe die Kreationen, die am 18. September in Düsseldorf gezeigt werden. fivetonine und Hubertus Prinz von Hohenlohe stiften mit Unterstützung der „Cristallized-Swarovski Elements“ eigens angefertigte Fotokunst-Mappen, die auf 200 Exemplare limitiert und zum Stückpreis von 200 Euro bestellt werden können unter fivetonine@vhb.de. Der Erlös ist bestimmt für das Millenniumsdorf Kongoussi in Burkina Faso.

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