Erdgasleitung: Keine Staatsgelder für Ostsee-Pipeline

Erdgasleitung: Keine Staatsgelder für Ostsee-Pipeline

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Arbeiter verlegen Rohre fuer die Ostsee-Pipeline in der Region Vologda, Russland

Staatsgelder zur Finanzierung der geplanten Erdgasleitung durch die Ostsee sind für den Chef der Pipeline-Gesellschaft Nord Stream, Matthias Warnig, kein Thema: „Wir sehen keine Notwendigkeit für Notfallpläne, und nichts ist aus dem Ruder gelaufen“, sagt Warnig im WirtschaftsWoche-Interview.

„Pläne, um staatliche Finanzierungshilfen zu ersuchen, gibt es nicht. Das war auch nie ein Thema in unseren Kontakten mit der Politik“, kommentiert Warnig die Kostenexplosion bei dem Großprojekt.

Neue Finanzierungsmodelle, an denen laut Warnig derzeit gearbeitet wird, sollen die Kostensteigerung auffangen. Statt der einst geplanten 4,5 Milliarden sind in der Öffentlichkeit bis zu acht Milliarden Euro im Gespräch. „Wir sind trotz der Mehrkosten in der Lage, unseren Gesellschaftern die Wirtschaftlichkeit der Pipeline nachzuweisen“, so Warnig zur WirtschaftsWoche – und betont, dass auch die beharrlich steigenden Stahlkosten einkalkuliert seien. Die höheren Investitionskosten werden, so Warnig, „zu einem Drittel von den Gesellschaftern proportional zu ihrem Aktienbestand mit Eigenkapital beigesteuert“. Der Rest müsse durch Kredite finanziert werden.

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Dazu finden laut Warnig Gespräche mit den Banken Société Générale, ABN Amro und Dresdner Kleinwort statt. Warnig: „Wir erarbeiten gerade Finanzierungsmodelle.“ Das Unternehmen will in Kürze eine genaue Kostenkalkulation vorlegen. Gelassen sieht Warnig auch die Widerstände gegen die Ostsee-Pipeline in Estland, Polen und Schweden: „Wir haben sicher Gegner, mit unterschiedlichen Motiven und Interessen. Aber es gibt kein Großprojekt von solchen Dimensionen, das keine Gegner hat.“ Die geplante Ostsee-Pipeline soll vom russischen Wyborg nach Lubmin in Vorpommern führen.

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