Ergo: Ex-Vertreter fachten Kritikfeuer an

Ergo: Ex-Vertreter fachten Kritikfeuer an

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Torsten Oletzky

Erstmals hat die Ergo-Gruppe eingeräumt, dass ein Streit um Ansprüche ehemaliger Vertreter hinter der Serie von Vorwürfen gegen die Versicherung steckt. Im Kern seien viele Vorwürfe allerdings wahr und weitere Enthüllungen nicht ausgeschlossen.

Die Ergo-Versicherungsgruppe sieht ehemalige Vertreter hinter der Serie von Vorwürfen gegen das Unternehmen. Alles habe am 20. April mit einer Zeitungsanzeige der Ex-Vermittler begonnen, sagte Ergo-Chef Torsten Oletzky am Mittwoch in Düsseldorf. Mit ihnen streite sich das Unternehmen um finanzielle Ansprüche. „Viele Vorwürfe hatten einen wahren Kern“, räumte Oletzky ein. Dies habe man zunächst nicht erkannt. Er schloss nicht aus, dass weitere Vorwürfe folgen.

Ergo hat Strafanzeige erstattet

So gebe es Gerüchte, dass für die betriebliche Altersvorsorge „Landschaftspflege“ - also Einflussversuche - bei Betriebsräten und Personalabteilungen betrieben worden sei. Bislang gebe es dafür aber keinen ausreichend konkreten Anhaltspunkt. Ergo hat bereits Strafanzeige wegen versuchter Erpressung erstattet. Hintergrund war offensichtlich die Androhung der Veröffentlichung, falls finanzielle Ansprüche nicht erfüllt werden. Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft hat aber noch nicht entschieden, ob sie ein Ermittlungsverfahren einleitet. „Unberechtigte Ansprüche werden wir nicht erfüllen, auch wenn jemand dann zur Presse geht“, sagte Oletzky.

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Sexparty war "gänzlich inakzeptabel"

Inzwischen habe man aber sämtliche Vorwürfe mit internen und externen Prüfern penibel untersucht. Zudem habe die Finanzaufsicht Bafin eine Prüfung für die kommende Woche angekündigt. Das Kunden-Feedback auf die Vorwürfe sei „extrem kritisch“, räumte Oletzky ein. Die Aufklärung der Vorwürfe binde erhebliche Kapazitäten im Unternehmen, die Kosten könne er aber nicht beziffern. Auf die Frage, ob die Griechenland-Krise auf das Ergebnis von Ergo drücke, verwies Oletzky auf die Ergo-Eigentümerin Munich Re, die an diesem Donnerstag Halbjahreszahlen bekanntgeben werde.

Oletzky nannte die Sex-Party für Top-Vertreter in Budapest erneut „gänzlich inakzeptabel“. „Das ist den Organisatoren auch bewusst gewesen, denn sie haben sich alle Mühe gegeben, keine Spuren zu hinterlassen“, so der Vorstandschef.

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