Erlebnisgastronomie: Neue Rezepte für die Bäckereikette Kamps

Erlebnisgastronomie: Neue Rezepte für die Bäckereikette Kamps

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Mitarbeiter der Kamps-Großbäckerei Niederrhein in Schwalmtal

von Henryk Hielscher

Nach dem Eigentümerwechsel bei Kamps leitet das Management einen Kurswechsel ein: Backshow im Edelambiente statt Brötchen-Tristesse am Teig-Tresen.

Schon kurz nach der Übernahme von Kamps kündigte Jaap Schalken, Chef und Mitgesellschafter der Bäckereikette, einen Strategiewechsel an. „Geplant sind etwa rund 100 neue Bäckereien, in denen die Kunden vor Ort erleben können, wie frische Backwaren hergestellt werden“, sagt Schalken damals der WirtschaftsWoche. Jetzt macht Schalken Ernst.

13 solcher Backstuben betreibt Kamps bereits im Franchise-System, bis Jahresende sollen es mehr als 20 sein, und in den kommenden drei bis vier Jahren soll ihre Zahl auf rund 100 anwachsen. Im Berliner Shoppingcenter Alexa lässt sich der Erfolg des Konzepts bereits besichtigen. Samstags stehen oft Dutzende Menschen vor dem Kamps-Stand im Erdgeschoss und bestaunen die Back-Zeremonie.

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Expansion ins Ausland

Die herkömmlichen Filialen sollen aber nicht verschwinden. „Wir fahren eine Zweimarkenstrategie“, sagte Schalken jetzt der „Financial Times Deutschland“. Das Unternehmen werde sich mit seinen klassischen Bäckereien auf den Regionalmarkt in Nordrhein-Westfalen, dem Ursprung von Kamps, konzentrieren. Auch eine Expansion ins Ausland sei bereits geplant.

Ausreichend Geld ist vorhanden, um das Wachstum anzukurbeln. Mitte August hatten die Private-Equity-Gesellschaft ECM und das Kamps-Management die Kette vom Nudelhersteller Barilla übernommen. ECM verwaltet den Eigenkapitalfond German Equity Partners III mit einem Fondsvolumen von 250 Millionen Euro.

Die Übernahme selbst dürfte indes nur einen zweistelligen Millionenbetrag gekostet haben. Zudem will Kampszum 1. November rund 230 der über 900 Filialen sowie zwei der fünf Produktionsstätten in Deutschland verkaufen. Die eigentliche Expansionsfinanzierung - erwartet werden bis zu 20 Millionen Euro jährlich - soll Kamps jedoch aus dem Cash-flow und mit Hilfe der Franchise-Partner bewerkstelligen.

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