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Erlösmodell: YouTube plant Werbung auf deutscher Plattform

von Thomas Stölzel

YouTube-Chef Chad Hurley will den Streit mit der Film- und Musikindustrie beilegen.

Das Internetportal YouTube Quelle: dpa
Das Internetportal YouTube will auf seiner deutschen Plattform Werbung schalten Quelle: dpa

Auf die Google-Tochter You-Tube sind Film- und Musikproduzenten nicht gut zu sprechen. Das Internet-Videoportal sorgt zwar für eine rasche Verbreitung ihrer Werke, verletzt jedoch oft die Urheberrechte. Viele Filme und Musikstücke werden illegal hochgeladen. Täglich muss YouTube deshalb Stücke löschen. Das US-Medienhaus Viacom – Mutter von MTV und Paramount – verklagte YouTube sogar auf eine Milliardensumme.

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Doch jetzt schließt YouTube-Gründer und -Chef Chad Hurley mit der Musik- und Fernsehbranche Frieden: Das Plattenlabel Universal Music, das Filmstudio Lions Gate und der Spielehersteller Electronic Arts etwa lassen von Raubkopierern eingestellte Clips nicht mehr von der Video-Seite entfernen – dafür platziert YouTube Werbespots davor oder dahinter und beteiligt die Rechteinhaber an den Einnahmen daraus.

Derzeit existiert das Modell zwar nur in den USA und nur in kleinem Umfang, eine schnelle Einführung ist aber auch bei YouTube in Deutschland geplant. „Wir arbeiten daran, hierzulande bei YouTube Werbung anzubieten“, sagt ein Google-Sprecher.

Die Werbepartner sucht YouTube, nicht der Rechteinhaber. Werbespots werden zum Inhalt des Hauptvideos passend zugeordnet. Die deutsche Unterhaltungsindustrie zeigt sich offen dafür. „Wir wollen dort stattfinden, wo die Musikfans sind“, sagt ein deutscher Sprecher des Musiklabels SonyBMG, und das sei nun mal bei YouTube.

3 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 02.10.2008, 01:37 UhrAnonymer Benutzer: Wil.D.

    Schönen Gruss an all die armen Tröpfe, die überall diese Videos verlinken oder per Email versenden. Werbehelferhelfer ... freiwillig und billig.

    Grüsse
    Will

  • 24.08.2008, 22:08 UhrAnonymer Benutzer: Nasi Goreng

    Ups, was ist mit unserer Medienindustrie los? Läuft das Geschäftmodell "Kinder verklagen und abmahnen bis zum Gehtnichtmehr" etwa nicht mehr rund?
    Oder hat da mal jemand nachgerecht, das es eventuell doch massiv geschäftsschädigend war, seine Kundschaft durch dubiose Anwaltsfirmen zu vergraulen?

    Die alten Medien funktionieren nicht mehr, da helfen auch keine Anwälte.

  • 23.08.2008, 21:44 UhrAnonymer Benutzer: Nico Loewe

    Also ich halte das für einen fundamentalen Fehlgriff seitens Googles, denn ich bin sicher nicht der einzige, der sich mit effektiven Werbeblockern gegen derartige Dinge wehren kann, und sollte die Werbung in den Videos plaziert werden, so kann ich mit hoher warscheinlichkeit garantieren, dass der Trend weg von Youtube und hin zu Plattformen wie myvideo etc. gehen wird, die eine ähnliche gute broadcasting alternative zu Youtube darstellen.
    Hätte Google bloß die Finger davon gelassen, aber es war ja absehbar, dass nach kürzester Zeit der kommerzielle Nutzen von Youtube ausgeschöpft werden soll... Googlemeantlität eben...

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