Ermittlungen: Anhaltspunkte für Insiderhandel bei IKB

Ermittlungen: Anhaltspunkte für Insiderhandel bei IKB

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Zentrale der Deutschen Industriebank IKB in Düsseldorf

Die Finanzaufsicht BaFin hat Anhaltspunkte für Insiderhandel mit Aktien der Mittelstandsbank IKB gefunden. Positiv: Die wegen der US-Hypothekenkrise schwer angeschlagene Düsseldorfer Bank erwartet für das Ende März abgelaufene Geschäftsjahr 2007/2008 einen deutlich niedrigeren Verlust als bisher vorhergesagt.

Der Fall von Insiderhandel, bei dem es um eine einzelne Person gehe, sei an die Staatsanwaltschaft Frankfurt übergeben worden, sagte eine Sprecherin der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) heute.

Sie bestätigte damit einen Bericht des „Wall Street Journal“. Bei der Staatsanwaltschaft war zunächst niemand erreichbar. Die BaFin hatte untersucht, ob es vor der Ad-hoc-Mitteilung der IKB am 30. Juli zu Auffälligkeiten im Handel gekommen war.

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Die Düsseldorfer Bank hatte an dem Tag bekanntgegeben, dass sie wegen ihres Engagements am US-Hypothekenmarkt in Bonitätsnöte geraten war und von ihrer Hauptaktionärin KfW gestützt werden musste. Zehn Tage zuvor hatte die IKB noch mitgeteilt, das US-Engagement habe „praktisch keine Auswirkungen“ auf sie.

Niedrigerer Verlust als erwartet

Der Vorstand teilte gestern Abend mit, er gehe nun von einem Konzernverlust von 200 Millionen Euro aus. Im März waren noch ein Minus von 800 Millionen Euro prognostiziert worden. Gründe für die neue Prognose seien unter anderem Bewertungsfragen, die im Zuge der Aufstellung des Jahresabschlusses zu dem neuen Bild geführt hätten.

Die Aktien sind daraufhin heute vorbörslich deutlich gestiegen. Die Titel lagen rund 40 Minuten vor Handelsstart beim Brokerhaus Lang & Schwarz 24 Prozent im Plus.

Die Mittelstandsbank will am 29. April die Halbjahreszahlen für das Geschäftsjahr 2007/2008 vorlegen. In den vergangenen Monaten hatte die IKB ihre Verlustprognose mehrfach korrigiert. Seit Sommer 2007 brauchte die IKB vom Bund immer wieder Kapitalspritzen in Milliardenhöhe, nachdem der Vorstand lange behauptet hatte, die Risiken aus der US-Hypothekenkrise bewegten sich im einstelligen Millionenbereich. Mit mehreren milliardenschweren Rettungspaketen haben KfW, Bund und Banken das Düsseldorfer Institut vor dem Zusammenbruch bewahrt.

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