Erneuerbare Energien: Windkraftbranche erholt sich

Erneuerbare Energien: Windkraftbranche erholt sich

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Xinjiang Tianfeng Wind Power Plant in Dabancheng, nordwestliches China: Solar und Windkraft boomt in China

Eine frische Brise erfasst die deutschen Windkraftanlagenbauer. Im ersten Halbjahr 2011 installierten sie 20 Prozent mehr Turbinen als im Vorjahreszeitraum.

Bis Ende Juni wurden 356 Windturbinen mit zusammen 793 Megawatt Leistung in Deutschland neu installiert, wie das Deutschen Windenergie-Institut (DEWI) am Mittwoch in Berlin mitteilte. Das ist verglichen mit dem ersten Halbjahr 2010 ein Plus von 20 Prozent. Im Gesamtjahr 2011 rechnet der Bundesverband Windenergie mit einem Plus von 16 Prozent - nach einem Rückgang von 19 Prozent in 2010.

Die ehrgeizigen Ziele vor allem der südlichen Bundesländer zum Ausbau der Windenergie machten der Branche Hoffnung für die kommenden Jahre, sagte Verbandspräsident Hermann Albers. Insgesamt waren Mitte 2011 in Deutschland knapp 22000 Windräder mit einer Leistung von annähernd 28 000 Megawatt installiert. Bei durchschnittlichen Windverhältnissen konnten Windturbinen den Stromverbrauch in Deutschland nach Berechnung des DEWI 2010 zu 9,5 Prozent decken.

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4,97 Milliarden Euro Umsatz

Insgesamt erzielten die Hersteller mit der Produktion von Windenergieanlagen in Deutschland im Jahr 2010 etwa 4,97 Milliarden Euro Umsatz, wie die beiden Verbände ermittelten. Auf dem Heimatmarkt haben Hersteller aus Deutschland erstmals substantielle Umsätze auch im Bereich Offshore-Windenergie erzielt. Auf die Exportmärkte entfielen etwa 3,27 Milliarden Euro. Die Exportquote betrug damit in 2010 rund 66 Prozent.

Thorsten Herdan Geschäftsführer von VDMA Power Systems:  „Nach Jahren hoher Zuwächse mussten die Hersteller von Windenergieanlagen im Jahr 2010 entgegen dem klaren Wachstumstrend im Maschinen- und Anlagenbau einen Umsatzrückgang von fünf Prozent gegenüber 2009 verkraften. Diese Zahlen spiegeln die Situation des Weltmarkts wider."

Der deutsche Markt hat mit 4,1 Prozent der Installationen und 4,9 Prozent der Investitionen nur noch einen kleinen Anteil am Weltmarkt. Der europäische Markt blieb in 2010 weitgehend stabil.

Nach der Halbierung des US-Markts im Jahr 2010 hat sich China mit 50 Prozent Zuwachs mit großem Abstand als global stärkster Markt etabliert. China ist aber für die deutschen Hersteller aufgrund von Marktbarrieren ein schwieriges Terrain.

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