Was kostet die Welt? Rupert Haydn kann diese Frage genau beantworten. Für ein bis drei Mark (51 Cent bis 1,53 Euro) kann jeder bei ihm einen Quadratkilometer Europa kaufen - jedenfalls auf Satellitenbild. Der 53-jährige Geologe gründete Anfang 1996 die erste private Agentur für Satellitenbilder in Europa. Damit läuteten sie die kommerzielle Nutzung von Erderkundungsdaten aus dem Weltraum ein. "Wir sind nicht nur die ersten Fernerkundungsdienstleister mit eigenem Zugriff auf Satellitendaten, sondern auch die ersten Deutschen, die ganz Europa mit Bildern aus dem All beliefern", erklärt Haydn. Der Chef der Euromap Satellitendaten Vertriebsgesellschaft im mecklenburgischen Neustrelitz sicherten sich die Vertriebsrechte sämtlicher Daten der indischen Satelliten IRS-1C und IRS-1D. Mit sechs Kameras schießen die orbitalen Erderkundungssysteme aus 800 Kilometer Höhe Fotos von Spitzbergen bis Nordafrika mit einer räumlichen Auflösung von fünfeinhalb Metern. Entsprechend groß ist die Nachfrage. Funknetzbetreiber ermitteln so die besten Standorte für ihre Antennen, Umweltbehörden informieren sich über den Gesundheitszustand der Wälder und die EU kann bereits im Frühjahr ablesen, wieviel Mais die EU-Bauern anpflanzen und ihre Subventionen besser steuern. Hersteller von Navigationssystemen für Autos ermitteln über Satellitenbilder das Straßennetz. "Selbst Bauunternehmen, die in der hinterletzten Wüste Marokkos Projekte planen, werden bei uns fündig," so Haydn. In das Equipment investierte er vier Millionen Mark (rund zwei Millionen Euro) und beschäftigt neun Mitarbeiter. Nur ein Problem hat er: Sobald Wolken aufziehen, wird aus den Fotos aus dem All nichts. www.euromap.de
Die zwei zurückliegenden Wochen haben gezeigt: Billigstrategien im Fernverkehr gehen auf. Auf der Straße feiert...





















