Kommentare zu: "Wir brauchen mehr Fairness"

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28 Kommentare
  • 21.12.2009, 03:05 UhrAnonymer Benutzer: Juergen K

    endlich spricht jemand aus, was zu lange zurueckgehalten wurde. Es kann nicht sein, dass das einzige Ziel der Gewinn ist. Klar, Gewinne sind notwendig, damit sich ein Geschaeft lohnt. Aber kurzfristige Gewinne lohnen sich auf Dauer nicht, weil sie eben so schnell wieder durch Verluste abgelost werden koennen. Nur wer auf Nachhaltigkeit setzt, kann auch mal Tiefen ueberstehen.

    MFG
    JK

  • 26.12.2009, 13:05 UhrAnonymer Benutzer: Observer

    Herr Jahns Problem ist die "Geradlinigkeit".

    Die Schüler werden auf Geradlinigkeit getrimmt, die Lebensläufe sind geradlinig, zielstrebig, erfolgreich.

    Wer die Realität aber immer nur aus einer Richtung sieht, wird die Probleme aber nicht in ihrer Gesamtkomplexität erfassen. Keine Mehrdimensionale Sicht entwickeln.

    Die EbS musste Fehler machen.

    in meinem Unternehmen machen mir diejenigen am meisten Sorgen die noch nie versagt haben, denn sie haben Angst davor.

    Deswegen "Elite" kann man nicht lernen. Weil man "Gefühle" nicht lernen und nicht im Test abfragen kann.

    Wie kann der Eid des ehrbaren Kaufmannes also ein Fundament bekommen?

    Eine Elite die sich absondert, wird nie Elite sein, weil sie sich den Problemen nicht stellt, sondern ihnen aus den Weg geht.

    Die EbS liefert der deutschen Managementkultur genau die Leute die sie nachfragt.

    Sie hat also das gleiche Problem wie der übliche Lieferant.

    Verhandele ich mit meinem Kunden nur über den Preis oder auch über Werte?

  • 26.12.2009, 17:00 UhrAnonymer Benutzer: Jan

    Auch die Verbraucher müssen umdenken, und nicht nur für technische Qualität und Status bezahlen, sondern auch für Fairness. Das ist nicht dasselbe wie die Nase rümpfen über billigware, denn auch damit verdienen Menschen sich ihren Lebensunterhalt. Es wird lästige Überlegungen geben, aber damit müssen wir leben lernen. Die Alternative ist, dass "die Anderen" alles regeln sollen. Das wäre kindisch und verwöhnt.

  • 27.12.2009, 11:14 UhrAnonymer Benutzer: Swen

    Seit Jahrzehnten reden und predigen erfolgreiche und mächtige Karrieristen über Gier, Maß- und Verantwortungslosigkeit "der anderen". Fraglich ist doch, wo sie selber heute wären und wer ihnen noch zuhören würde, wenn sie nicht selbst diese Eigenschaften in Form einer z.b. einer kompromisslosen und durch übermäßigen Ehrgeiz getriebenen Karriere gelebt hätten.

    Sorry, aber es ist einfach unglaubwürdig, eine Weinfahne zu haben und dann Wasser zu predigen....

  • 27.12.2009, 13:11 UhrAnonymer Benutzer: Rücksichtslosigkeit zahlt sich aus

    Wer sich mal auf Youtube die Tricks von 9Live ansieht, ganz einfach "9Live betrug" eingibt wird schnell feststellen, dass sich Rücksichtslosigkeit und betrug eben doch auszahlt und es immer eine Spielart in der Wirtschaft geben wird, die es sich zum Ziel erklärt das Geld der Menschen durch fragwürdige Dienstleistungen zu erschleichen und dabei Gesetze zum umgehen oder bußgelder in die Kalkulation mit einrechnen.

    An meinen Namensvetter Jan. Es ist keine Frage, dass die Discounter ihre Mitarbeiter und Lieferanten zum Wohle des Kunden ausbeuten. Es ist aber auch so, dass die Armutsspirale es immer weniger zulässt auf dauer andere Lebensmittel zu kaufen, die in ihrer Kalkulation eine menschenfreundlichere Arbeit zulassen.

    Den Leuten vorzuwerfen nur den Preis zu sehen und nicht auf die Arbeitsbedinungen zu achten die unter 1000 Euro zurandekommen müssen ist einfach frech, wenn es auf der anderen seite solche abscheulichen Menschen wie einen Jürgen Milski gibt.

    Man muss sich nur mal das interview mit Herrn Milski bei ader Süddeutschen Zeitung durchlesen und weiss wie es im echten Leben abläuft und das Geld verdienen nicht mit intelligenz sondern Rücksichtslosigkeit zutun hat.

    Es gibt eine regelrechte industrie, die die dumme Masse ausbeutet und sie verkonsumiert wie Schweine, die als Schnitzel in der Metzgers-Theke aufgereiht werden.

    Es heisst nunmal gefressen und gefressen werden. Unter der Überschrift Transparenz und Fairness verstehe ich nur wieder eine Werbeaktion und ernsthaftigen Hintergrund.

    Mein Opa hatmir als Kind immer wieder gesagt: "Es gibt keinen der zu dir kommt und dir 5 Mark in die Hand drückt" Und so ist es! Man muss die Gelgenheit beim Schopfe packen und die Augen schliessen, wenn es blutig wird.

  • 27.12.2009, 14:57 UhrAnonymer Benutzer: die moralische bessere Zeit

    @Jan, da haben Sie vollkommen recht. ich kaufe seit über 8 Jahren verschiedene Artikel über den Fairtrade. ich will so viel verdienen, dass ich anständig Leben kann und das gleiche Recht soll jeder Mensch haben, deshalb Fairtrade, wenn möglich.

    Wir bürger haben viel mehr Macht als wir uns zutrauen. Wir lassen uns immer von der Politik und Wirtschaft einschüchtern, manipulieren und verängstigen. Allein die Aussage von Frau Merkel, dass die Sparguthaben sicher sind war falsch, aber jeder glaubte ihr. ich habe gelesen: hätte jeder Deutsche bürger 1000 € von der bank abgehoben, wäre das finanzsystem auf der Stelle zusammengebrochen. Aber wenn Frau Merkel das sagt, denkt keiner nach sondern glaubt ihr. Nachdenken und hinterfragen. Leider lassen sich zuviele bundesbürger von Harald Schmid, Pocher, Raab usw. beriesen und die letzten Gehirnzellen zu todeschwatzen.

    Wir müssen nachdenken und handeln und nicht immer nur auf die anderen schimpfen. ich wünsche mir, dass künftig viele gute, moralisch einwandfreie und fachlich hochqualifizierte Manager an wichtige Entscheidungspositionen kommen. Wie im Artikel erwähnt ist Moral und Ethik in den letzten Jahren zu kurz gekommen. Die Gier hat die Entscheidungen der Manager und Politiker beeinflusst. Dabei besitzen viele dieser Personen schon viel mehr als man für ein normales Leben braucht.

    Aber die Gier, mehr bezitzen zu müssen als sein Mangerkollege, hat leider viele dazu bewegt, schlechte Geschäftsentscheidungen zu treffen. Deshalb steht unsere Wirtschaft so schlecht da.

    Und die Politik hat das Ganze unterstützt, weil sie selbst mitverdient hat. ich hoffe, dass wir eine neue Zeit bekommen in der Mensch, Tier und Umwelt mehr Wert sind als Geld, große Autos und große Häuser, Partys, Drogen und gekaufte falsche Freunde.

  • 27.12.2009, 16:09 UhrAnonymer Benutzer: ingrid

    toll was hier festgestellt wird. Die berufliche Rücksichtslosigkeit und Entsolodarisierung hat ja erst vor rd. 15 Jahren eingesetzt. Alle berufstätigen mit den "alten Werten" wurden abserviert. Und jetzt diese Erkentnis!!!

    Den Umgang mit Menschen und die Charakterschulung lernen sie nicht in Mangerschmieden. Das ist eine Frage der Sozialisierung seit Geburt, sprich des Elternhauses (soweit vorhanden).

  • 27.12.2009, 17:43 UhrAnonymer Benutzer: Martin

    So lange die Leute bei KiK und Co. einkaufen, weil sie gierig sind nach dem nächsten Schnäppchen, so lange wird es keine faireren und humaneren bedingungen geben!

  • 27.12.2009, 18:16 UhrAnonymer Benutzer: Fürstenburg

    Was dieser Herr Jahns erzählt, höre ich auch auf europäischen Arbeitgebertagungen. Da wird neuerdings von "höheren Werten" geschwafelt, von "Moral", vom "umdenken" usw., aber de facto ändert sich nichts. Mein Eindruck: im Gegenteil, die Gier ist ungebrochen, das Primat der Renditemaximierung beherrscht unverändert das Denken der "Eliten" (oder jene, die man dafür hält), die Ausbeutung des Lohnabhängigen ist wieder in Mode gekommen. Die Finanzkrise hat aber die Öffentlichkeit zu Kritik angefeuert, also braucht man jetzt balsamworte. in der Vergangenheit fehlt es ein wenig an Heuchelei, die Sache wurde zu brutal ausgetragen. Dessen ist man sich jetzt bewusst geworden. ich glaube nicht an eine Wende, das System ist fest etabliert und es hat viele Nutzniesser, die die Mittel haben, sich Gehör zu verschaffen und ihre interessen durchzusetzen.

  • 27.12.2009, 18:18 UhrAnonymer Benutzer: ari

    Der "ehrbare Kaufmann" Jahn ist sich nicht zu schade, seine selbsternannte - private - Elite-Kaderschmiede vom Steuerzahler kräftig alimentieren zu lassen, derweil in der Region gleich reihenweise öffentliche Schulen wegen baufälligkeit und Geldmangels zu deren Sanierung geschlossen werden müssen. - Soviel zur Ethik.

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