Exklusive Studie: Zu welchem Institut passt die Postbank am besten?

Exklusive Studie: Zu welchem Institut passt die Postbank am besten?

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Die Postbank wird von vielen Interessenten umworben

Ein spektakuläres Ringen wird sich die Allianz in den kommenden Monaten mit einigen Konkurrenten liefern. Denn auch Commerzbank, Deutsche Bank und einige ausländische Wettbewerber sind an der Postbank interessiert. Ein Marktforschungsinstitut hat 130.000 Personen befragt, zu welchem Finanzdienstleister die Postbank am besten passt. Die Ergebnisse finden Sie hier.

Angesprochen auf die vermutlich schon bald zum Verkauf stehende Postbank, sagte Allianz-Finanzvorstand Helmut Perlet kürzlich: „Wir werden einen aktiven Beitrag zur Konsolidierung des Marktes leisten." Intern, so berichten hochrangige Allianz-Mitarbeiter, spreche das Management bereits unverblümt über den Plan, die Postbank für einen zweistelligen Milliardenbetrag zu übernehmen. Ziel sei es, so berichten Mitarbeiter, das übernommene Institut mit der Tochter Dresdner unter der Marke „Allianz Bank" zusammenführen.

Ein spektakuläres Ringen wird sich der Versicherungskonzern in den kommenden Monaten mit einigen Konkurrenten liefern. Denn auch Commerzbank, Deutsche Bank und einige ausländische Wettbewerber sind an der Postbank interessiert. „Jeder spricht mit jedem", sagt Perlet. Über das Stadium von Planspielen sind die Konsultationen aber noch nicht hinausgekommen, meint ein Frankfurter Investmentbanker. Dass die Allianz eine wichtige Rolle spielen wird, ist für ihn klar: „Sie hat den höchsten Druck."

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Doch passt die Bonner Bank überhaupt zur Allianz? Oder wären die Commerzbank oder die Deutsche Bank ein besser Partner für die Postbank? Das Marktforschungsunternehmen Acxiom aus Neu-Isenburg hat 130.000 Kunden dieser Banken hinsichtlich Alter, Einkommensklasse, Bildung sowie Wohn- und Haushaltssituation untersucht. In der Tabelle, die der WirtschaftsWoche exklusiv vorliegt und die Sie hier als pdf-Datei herunterladen können, sind die Kundengruppen indexiert dargestellt. Der Wert 100 ist der Durchschnittswert innerhalb einer untersuchten Konstellation – zum Beispiel bei der Altersverteilung innerhalb der Kundschaft der Postbank. Bei diesem Beispiel hat die junge Kundengruppe im Alter 18 bis 24 Jahren den Wert 89, ist also unterdurchschnittlich vertreten. Die älteste Kundengruppe der Postbank im Alter über 70 Jahre hat den Wert 121, ist also überdurchschnittlich vertreten.

Die Untersuchung zeigt: Die Positionierung der von Allianz und Postbank könnten unterschiedlicher kaum sein. Zum Premiumgeschäft der Allianz passen die Kunden der Postbank besonders schlecht, denn unter ihnen ist ein besonders geringer Anteil mit hohem Einkommen, hoher Bildung und Wohneigentum. Würde die Allianz das Privat- und Firmenkundengeschäft der Dresdner Bank nicht verkaufen, sondern mit der neu erworbenen Postbank zusammenführen, würden diese Unterschiede voll zum Tragen kommen. Denn die Dresdner Bank ist klar als Institut der Gutverdiener und als Premiumanbieter positioniert. Die Einkommensstruktur der Dresdner Bank würde sich durch eine Übernahme der Postbank deutlich verschlechtern.

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