Expansionspläne in Südostasien: Athener Banken entdecken die Türkei - Seite 2

Expansionspläne in Südostasien: Athener Banken entdecken die Türkei

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Mit der Übernahme der Finansbank wird die NBG bereits rund ein Viertel ihrer Gewinne jenseits der Grenzen erwirtschaften. Der Auslandsanteil soll weiter wachsen. In Serbien, Rumänien, Ägypten, Russland und der Ukraine sieht sich die Bank jetzt nach weiteren Akquisitionsmöglichkeiten um. Nächster Übernahmekandidat dürfte die zur Privatisierung anstehende serbische Vojvodjanska Banka a.d. sein. Nach Informationen aus serbischen Finanzkreisen will die NBG 500 Mill. Euro für die Staatsbank bieten. Auch das drittgrößte griechische Kreditinstitut, die Alpha Bank, ist auf der Suche nach lukrativen Übernahmeobjekten. Alpha-CEO Dimitrios Mantzounis sieht sich nicht nur im Balkanraum sondern auch in der Türkei und Ukraine um. „Unser Ziel ist es, Alpha zur Referenzbank in der Region Südosteuropa zu machen“, sagt Mantzounis. Das Institut ist bereits in Albanien, Bulgarien, Zypern, Mazedonien, Rumänien und Serbien präsent. Die Zahl der Filialen im Ausland soll von 176 bis 2008 auf 436 wachsen. Nicht nur die ehrgeizigen Expansionspläne der drei großen Institute bringen Bewegung in die griechische Bankenlandschaft. In der ersten Juni-Hälfte will Finanzminister Jorgos Alogoskoufis 25 Prozent der Aktien der Postsparkasse an die Börse bringen. Das IPO dürfte ein Volumen von etwa 400 Mill. Euro erreichen. Die Postsparkasse gilt vor allem wegen ihres gesunden Kreditportfolios als attraktiv: 85 Prozent der Darlehen entfallen auf risikoarme Hypothekenkredite. Im Juli will sich der griechische Staat außerdem von weiteren 25 Prozent der Emporiki Bank trennen. Immer noch ungewiss ist, ob die französische Crédit Agricole, die knapp zehn Prozent an der Emporiki hält, von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch machen wird. Denkbar wäre auch, dass die Franzosen ihren Anteil zusammen mit dem staatlichen Aktienpaket zum Verkauf anbieten. Damit stünden dann knapp 35 Prozent der Bank zum Verkauf. Zwar zeigen mehrere griechische Banken Interesse an einem Einstieg bei der Emporiki, Finanzminister Alogoskoufis würde aber aus Wettbewerbsgründen einen ausländischen Käufer bevorzugen.

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