Unternehmen: Fahrradwerk will IPO-Flaute beenden - Seite 2

Unternehmen: Fahrradwerk will IPO-Flaute beenden

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Die zufließenden Gelder aus dem Börsengang wolle die 1907 gegründete Gesellschaft unter anderem zur Vorfinanzierung von Großaufträgen verwenden. „Gleichzeitig forcieren wir...die Expansion ins europäische Ausland“, kündigte Wicht an. Dabei liege der Fokus in Skandinavien, den Benelux-Staaten und Frankreich. Die im sachsen-anhaltinischen Sangerhausen ansässige MIFA sieht sich zusammen mit der Biria-Gruppe als Marktführer auf dem von einem harten Preiswettbewerb gekennzeichneten deutschen Fahrradmarkt.

Im vergangenen Jahr setzte der Börsenkandidat, der über Kunden wie Metro, Kaufland oder Neckermann verfügt, nach eigenen Angaben mit über 400 Mitarbeitern 63,3 (Vorjahr: 62,5) Mill. Euro um. Der Jahresüberschuss habe sich mit 2,7 (1,1) Mill. Euro mehr als verdoppelt.

Der Fahrradmarkt in Deutschland hat MIFA zufolge in den vergangenen zehn Jahren Wachstumsraten von durchschnittlich 0,6 Prozent pro Jahr aufgewiesen. 2003 seien 4,9 (Vorjahr 4,65) Mill. Fahrräder verkauft worden. Der Zweirad-Industrie-Verband prognostizierte für das laufende Jahr einen Anstieg von zwei Prozent. Mit rund 535 000 Fahrrädern habe sich der Marktanteil von MIFA an der Inlandsproduktion 2003 auf annähernd 17 Prozent belaufen. Neben kundenspezifischen Auftragsproduktionen für Handelsketten und Versandhäuser vertreibt MIFA zudem etwa ein Viertel der hergestellten Fahrräder unter den eigenen Marken MIFA und Germatec an Facheinzelhändler.

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Mit MIFA könnte erstmals seit Sommer 2002 wieder ein Unternehmen den Gang an den Kapitalmarkt wagen und dem darbenden Markt für Börsengänge in Deutschland Schwung verleihen. Erst im März hatten die Halbleiterfirmen Siltronic sowie X-Fab wegen mangelnder Nachfrage kurzfristig ihren IPO (Initial Public Offering) abgesagt. Für dieses Jahr haben unter anderem die Postbank sowie der Werkstattkettenbetreiber Autoteile Unger ihre Börsengänge angekündigt.

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