Falk-Verlag: Mairdumont macht mit Falk gute Geschäfte

Falk-Verlag: Mairdumont macht mit Falk gute Geschäfte

von Harald Schumacher

Verlagserbe Alexander Falk sah für den geerbten Stadtplan-Verlag Falk keine Zukunft mehr und verkaufte ihn, doch heute ist die Marke sehr erfolgreich.

Das schwäbische Familienunternehmen Mairdumont, seit 1998 Besitzer der Marke Falk, erwartet, dass es im laufenden Jahr allein mit Falk-Produkten rund 60 Millionen Euro umsetzt. Insgesamt rechnet die Verlagsgruppe Mairdumont 2010 mit einem Umsatz von 180 Millionen Euro, wie die WirtschaftsWoche berichtet. Seit der Übernahme durch die Verlegerfamilie Mair hat sich damit der Falk-Umsatz fast verdreifacht. 1998 hatte er umgerechnet rund 25 Millionen Euro betragen.

Noch 1995 hatte Alexander Falk den Falk-Verlag einen „zutiefst unsportlichen Laden ohne Innovationskultur“ genannt. Er verkaufte den Verlag 1995 an Bertelsmann, der Medienkonzern wiederum reichte den Stadtplan-Verlag 1998 an Mairdumont weiter.

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Mairdumont geht davon aus, dass in diesem Jahr zwei Millionen der über 500 verschiedenen Falk-Stadtpläne über die Ladentheken gehen. Aber nur noch 30 bis 40 Prozent des Falk-Umsatzes erwirtschaftet heute der Print-Bereich von Mairdumont, 60 bis 70 Prozent machen elektronische und digitale Falk-Produkte aus, etwa Falk-Navigationsgeräte und Werbeumsätze der in Deutschland führenden Mobilitätshomepage falk.de. „Wir haben Falk von der Stadtplan- zur Mobilitätsmarke entwickelt“, sagt der 42-jährige Frank Mair, der für den Bereich neue Medien zuständig ist. Sein Unternehmen United Navigation verkauft mobile Navigationssysteme für Handys und Notebooks sowie Datenbankeninhalte für stationäre Navigationssysteme etwa in BMW- und Opel-Autos.

Während die schwäbische Verlegerfamilie, der auch Marken wie Marco Polo und Baedeker gehören, vor allem auf die Marke Falk setzt, investierte Alexander Falk den Erlös aus dem Verkauf des väterlichen Erbes in ein instabiles Firmenkonstrukt. Weil er Ende 2000 sein Internet-Unternehmen Ision zu einem angeblich überhöhten Preis von  763 Millionen Euro an das britische Unternehmen Energis weiterverkaufte, verurteilte ihn das Landgericht Hamburg 2008 wegen versuchten Betrugs zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren. Sein Revisionsantrag vor dem Bundesgerichtshof, der vergangene Woche verhandelt wurde, droht zu scheitern.

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