Fastfood: Kampf der Pizza-Dienste

Fastfood: Kampf der Pizza-Dienste

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Die US-amerikanischen Pizza-Kette Domino's drängt nach Deutschland.

Der US-Pizzalieferriese Domino´s drängt nach Deutschland. 1000 Filialen sollen eröffnet werden, ein früherer Versuch scheiterte allerdings. In Japan sorgt die Kette derweil mit einem Stundenlohn von 22.000 Euro für Aufsehen.

Wenn Fußball im Fernsehen läuft, sind sie besonders beliebt, und auch bei schlechtem Wetter laufen ihre Telefone heiß: Pizza-Bringdienste haben im vergangenen Jahr 158 Millionen Pizzen an hungrige Kunden in Deutschland geliefert - das Gerangel der Anbieter nimmt aber zu.

Jetzt drängt auch die US-Kette Domino's in großem Stil auf den Markt und will in den nächsten zehn Jahren 1000 Filialen eröffnen. Die Konkurrenz blickt wachsam auf den neuen Wettbewerber. „Der Gesamtkuchen ist noch nicht verteilt“, sagt Karsten Freigang, Geschäftsführer von Deutschlands umsatzstärkstem Pizza-Bringdienst Joey's. Die größte Entwicklung dürfte es in den nächsten drei bis fünf Jahren geben. „Der Markt ist noch nicht gesättigt.“

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Das sieht auch der drittgrößte Lieferservice Smiley's so: „Wir gehen alle nach vorne“, sagt Geschäftsführer Ingo Graetz. Die Filialen der Hamburger Kette setzten im vergangenen Jahr 31,1 Millionen Euro um. Für 2010 rechnet Graetz mit zehn Prozent Plus.

Konkurrent Joey's erlöste 2009 satte 80,3 Millionen Euro. Für das laufende Jahr rechnet das Franchise-Unternehmen erneut mit zweistelligen Wachstumsraten.

Domino´s erster Versuch in Deutschland scheiterte

Domino's, immerhin Weltmarktführer der Branche, tritt mit ehrgeizigen Zielen an. Den Markteintritt lässt sich der Pizza-Gigant zehn Millionen Euro kosten. An diesem Samstag soll der erste Laden in Berlin eröffnen. Mit den geplanten 1000 Filialen peilen die börsennotierten Amerikaner ein großflächiges Netz an. Konkurrent Joey's hat derzeit rund 170 Shops, will in den nächsten fünf Jahren aber auf 500 Standorte kommen.

Für Domino's ist es nicht der erste Versuch auf dem großen deutschen Markt. Bereits Ende der 80er Jahre wollte das Unternehmen seine Pizzen in der Bundesrepublik vertreiben - ohne Erfolg. Nun habe sich das Essverhalten der Bundesbürger aber gewandelt, glaubt Deutschlandchef Birgir Thor Bieltvedt.

„Die Deutschen sind mittlerweile viel offener geworden, wenn es um das Probieren neuer Produkte und Ladenkonzepte geht.“ Viele lokale Pizza-Ketten hätten ihre Größe in den vergangenen drei bis fünf Jahren verdoppelt.

„Man muss gucken, ob der Kuchen groß genug für uns alle ist“, meint Joey's-Geschäftsführer Freigang. Den Markteintritt des Pizza- Riesen Domino's beurteilt er mit vorsichtiger Zurückhaltung. „Für uns sind sie ganz klar Wettbewerber.“

22.000 Euro Stundenlohn

Mit weltweit 9000 Filialen in mehr als 60 Ländern erlöste das US-Unternehmen im vergangenen Jahr knapp vier Milliarden Euro. „Die können was“, sagt auch Smiley's-Geschäftsführer Graetz. Ob ihr Konzept in Deutschland aufgehe, sei aber ungewiss. Der Markt der Pizza-Bringdienste sei relativ robust, heißt es beim Marktforscher npdgroup Deutschland. Im Krisenjahr 2009 hätten die Bundesbürger 1,5 Milliarden Euro für die schnellen Sattmacher im Pappkarton ausgegeben - nur minimal weniger als 2008 mit 1,51 Milliarden Euro.

Auch in Japan sorgt Domino's Pizza mit ei ner ungewöhnlichen Werbeaktion für Aufsehen: Dort hat das Unternehmen eine Teilzeitstelle mit einem Gehalt von 2,5 Millionen Yen (22.000 Euro) für eine Stunde Arbeit ausgeschrieben. Die Tätigkeit erfordere weder Erfahrung noch Ausbildung, teilte die Fastfood-Kette mit. Bewerber müssten lediglich über 18 Jahre alt sein. Mit dem außergewöhnlichen Jobangebot will Domino's Pizza im Dezember den 25. Jahrestag des Unternehmens in Japan feiern.

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