FC Bayern München: Bayern-Vorstandschef Rummenigge: "Die Spielergehälter werden dramatisch gekürzt"

FC Bayern München: Bayern-Vorstandschef Rummenigge: "Die Spielergehälter werden dramatisch gekürzt"

Bild vergrößern

Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern München

von Peter Steinkirchner

Der Vorstandschef des FC Bayern München, Karl-Heinz Rummenigge, geht für seinen Verein von sinkenden Ausgaben in den kommenden Jahren aus: "Die Spielergehälter werden europaweit gerade dramatisch gekürzt", sagte der frühere Weltklasse-Stürmer im Interview mit der WirtschaftsWoche.

"Es gibt jetzt schon eine Schwemme mittelklassiger Spieler auf dem Markt. Ich habe noch kein Jahr erlebt, in dem so viele Spieler von einem Verein an einen anderen ausgeliehen werden wie in diesem – zum Teil sogar kostenlos, nur, damit sie von der Gehaltsliste verschwinden", so der Bayern-Vorstandschef.

Jenseits von Top-Spielern wie Cristiano Ronaldo und Kaka muss sich das Gros der Fußballer laut Rummenigge auf finanzielle Einbußen einstellen: "Die anderen aber haben sich schlicht im Sog der Top-Verdiener mit hoch gehangelt. Und diese Mittelklasse bricht jetzt gnadenlos ein."

Anzeige

Bei den Einnahmen der Bayern sieht Rummenigge, der gerade einen neuen Rekordumsatz von 350 Millionen Euro bekanntgegeben hat, für Merchandising und Sponsoringerlöse kaum noch Zuwächse: "Ja, im Prinzip sind wir an der Dachkante angelangt. Es gibt zwar noch etwas Potenzial, aber viel mehr kann man beim Marketing und beim Merchandising kaum noch machen. Im Sponsoringbereich sind wir heute vielleicht der beste Club der Welt. Alles zusammengerechnet nehmen wir mehr ein als Real Madrid oder selbst Manchester United", sagte er gegenüber der WirtschaftsWoche.

Eine Erhöhung der Ticketpreise schließt er aus: "Der FC Bayern soll für alle Fans erschwinglich bleiben, der Eintritt kostet in der günstigsten Kategorie mit 7,50 Euro für Kinder und Rentner nicht mehr als eine Kinokarte." Die einzige Chance für spürbare Einnahmensteigerungen sieht Rummenigge darin, "dass die Bundesliga als Ganzes ihre Einnahmen aus der TV-Vermarktung erhöht“.

Darüber bleibt Rummenigge jedoch skeptisch. "Ich mache mir große Sorgen, weil es uns gemeinsam – Liga und Bezahlsender – in 20 Jahren nicht gelungen ist, Pay-TV in Deutschland wirklich zu etablieren. Insbesondere den Bezahlsender Sky kritisiert er: "Die haben den Fehler gemacht – und das fing schon zu Zeiten von Georg Kofler an –, die Leute praktisch zu Abos zwingen zu wollen, indem sie Sport mit Filmen koppeln."

Rummenigge plädiert für einen Sparkurs in den Vereinen.

Nach Zahlen des europäischen Fußballverbandes Uefa habe die Hälfte der Profivereine in Europa 2008 Verluste geschrieben: "Kennen Sie eine Branche, in der die Hälfte der Unternehmen rote Zahlen schreibt?"

Der Bayern-Vorstandschef begrüßt daher die neuen Finanzregeln der Uefa, die von 2012 an gelten sollen.

Danach will der Verband künftig strikt auf den Ausgleich von Einnahmen und Ausgaben schauen.

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%