Fernsehen: NDR-Produktionsfirma Studio Hamburg plant Übernahmen

Fernsehen: NDR-Produktionsfirma Studio Hamburg plant Übernahmen

Die Film- und TV-Produktionsfirma Studio Hamburg des NDR, neben den Bavaria- und Ufa-Studios die größte Produktionsfirma in Deutschland, wird in diesem Jahr voraussichtlich Umsatz und Gewinn des Vorjahres wiederholen können.

Martin Willich, Chef von Studio Hamburg, das unter anderem Serien wie „Tatort“, „Rote Rosen“ und „Das Traumschiff“ produziert, sagte der WirtschaftsWoche: „Wir werden in diesem Jahr als Gruppe etwa 270 bis 280 Millionen Euro Umsatz machen, 2008 lagen wir bei circa 280 Millionen.

Das operative Ergebnis betrug 2008 knapp fünf Millionen Euro. Das haben wir uns für 2009 auch vorgenommen. Ob wir das ganz erreichen, weiß ich nicht, da die Sender an großen TV-Shows sparen, und das spürt unsere Ateliersparte.“

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Aufgrund der Zurückhaltung der großen Sender zur Produktion aufwändiger Serien erwartet Willich eine Konsolidierung der Branche. „Die Krise wird zu einem Konzentrationsprozess führen, trotzdem werden wir am Ende noch eine breit aufgestellte Branchenstruktur haben.

Es gibt die drei Großen: Ufa, Studio Hamburg und Bavaria, zwei Handvoll mittlere Unternehmen und ein paar Hundert Kleinbetriebe. Von diesen Kleinbetrieben wird ein nicht unerheblicher Teil die Hände hochnehmen und aufgeben.“ Studio Hamburg werde dabei die Chance für Übernahmen nutzen. „Ja, wir werden uns deutsche Unternehmen anschauen, keine ausländischen, denn Fernsehen ist ein nationaler Markt.“

Zugleich gebe es Bestrebungen, Studio Hamburg, eine hundertprozentige Tochter des NDR, zu privatisieren. „Ja, die gibt es. Wer sich bei uns beteiligen soll, müsste ja sinnvollerweise aus der Medienbranche kommen. Wenn wir einen Partner finden, würde das funktionieren. Und ich bin nicht pessimistisch.“ Ein Ergebnis könne „sehr schnell“ vorliegen „in anderthalb Jahren“. Dabei müsste der Partner aus der deutschen Medienbranche kommen, so Willich.

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