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Finanzbranche: Das Vertrauen kehrt nur langsam zurück

Kolumne von Holger Geißler

In der Finanzkrise galten die Banken als die Schuldigen. Doch ihr Ansehen verbessert sich mittlerweile wieder - wenn auch sehr langsam, schreibt Holger Geißler von YouGov.

Gebäude der ING-DiBa AG Quelle: dpa
Gebäude der ING-DiBa AG Quelle: dpa

Obwohl bei vielen Kreditinstituten die Gewinne wieder sprudeln und Staatshilfen zurückgezahlt werden, ist das Vertrauen der Verbraucher in die Branche insgesamt betrachtet nach wie vor beschädigt. Dies ist das Ergebnis einer Branchenanalyse auf Basis des Markenmonitors YouGov BrandIndex, in der die Imageentwicklung der bedeutendsten Banken der vergangenen drei Jahre in Deutschland untersucht wurde.

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Betrachtet man die Entwicklungen der untersuchten Banken im Hinblick auf die Markenstärke genauer, zeigt sich ein sehr uneinheitliches Bild. Der Untersuchung zufolge sind heute viele Banken aus Markensicht zwar noch immer geschwächt, sie sind allerdings heute wieder beliebter als noch vor einem Jahr.

Aufholjagd

Es gibt sogar Kreditinstitute, die von Imageschäden verschont blieben. So zeichnete sich bereits unmittelbar nach dem Ausbruch der Finanzkrise ab, dass einige Banken von den drastischen Imageverlusten nicht betroffen sein würden. Dazu gehören die Sparkassen sowie die Volks- und Raiffeisenbanken. Die Beliebtheit dieser Institute hatte sich nach Ausbruch der Krise sogar teilweise noch verbessert. Die Imagewerte der Direktbank ING-Diba sanken zunächst, erholten sich dann aber recht schnell. Derzeit ist die ING-Diba sogar das beliebteste Institut der Deutschen.

Andere Banken, die damals massiv an Vertrauen verloren hatten, konnten in den vergangenen drei Jahren wieder aufholen - allerdings in unterschiedlichem Ausmaß. So legten etwa die Commerzbank sowie die HypoVereinsbank recht stark zu, während beispielsweise die Santander Consumer Bank nicht profitieren konnte.

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4 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 18.06.2011, 23:57 UhrAnonymer Benutzer: Oliver

    ich bin sehr skeptisch bei den Produkten, die einem von einem bankberater vorgeschlagen werden.Man sollte sich vorher erkundigen was man haben möchte und über die Risiken informieren.
    Als Alternative denkt bitte mal an die Möglichkeit durch eine Direktinvestition in bankaktien zu den Profiteuren des Systems zu gehören.
    Denn am Ende Gewinnt fast immer die bank :-) und die Aktien sind Aufgrund der Schuldenkriese sehr günstig bewertet.

  • 11.06.2011, 19:39 UhrAnonymer Benutzer: Benedikt-Gruppe

    Die Frage in diesem Artikel sollte lauten, dürfen die bürger wieder
    Vertrauen zu ihren banken haben? Haben die Menschen heute
    eine Alternative ihr Geld an anderer Stelle als von banken zu ver-
    walten? Die Antwort lautet "nein". Das Verhalten von Madoff war
    engelhaft zudem was viele internationale banken sich heraus-
    nehmen und noch herausnehmen werden. Wénn der Pastor
    von der Kanzel predigt, hofft der bürger, dass ehrliche Wort da-
    hinterstehen. Leider kann kein investor den Worten einer bank
    noch glauben. im Vordergrund steht bei den meisten bank die
    Abzocke der investoren. Schade für die wenigen guten banken.

  • 11.06.2011, 15:30 UhrAnonymer Benutzer: PBerger

    Die banken haben absolut nichts gelernt und agieren als ob nie etwas gewesen wäre. Gerade hat unser Sohn mehr als 500 Euro wegen einer grundlegend falschen beratung verloren.
    Die banken kümmern sich einen Dreck um ihre Kunden!

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