_

Finanzkrise 2.0?: Bedrohung durch Banken

von Andreas Toller

Wie gut und vor allem wie schlecht ist es tatsächlich um Europas Banken bestellt? Die aktuellen Einschätzungen bieten alles von Verharmlosung bis zum Panikszenario.

Banken in Frankfurt Quelle: dpa
Banken in Frankfurt (c) dpa - Bildfunk Quelle: dpa

Der jüngste Hieb gegen den labilen Bankensektor kam ausgerechnet von der Europäischen Bankenaufsicht EBA. Sie sorgt sich um die Ausstattung der Banken mit liquiden Mitteln. Stichproben bei den Banken hätten Grund zur Sorge ergeben, aber noch gebe es keine Notsituation. Ob die vorübergehende Entwarnung auch auf Stichproben fußt, bleibt unklar.

Anzeige

Kontrolle der Liquiditätsausstattung

Dazu, wie es um die großen, vermeintlich systemrelevanten Banken bestellt ist, weichen die Einschätzungen weit auseinander. Die neue europäische Bankenaufsicht hat die nationalen Aufseher angewiesen, die Liquiditätsausstattung der Geldhäuser zu kontrollieren. EBA-Chef Adam Farkas sagte der „Financial Times Deutschland“, die nationalen Aufseher sollen die Geldversorgung der Banken überwachen und Rückmeldungen dazu geben, Der Exekutivdirektor der in London ansässigen EBA, Adam Farkas, sagte weiter, die Aufsicht sei sich bewusst, dass die Versorgung mit Liquidität für eine Reihe von Instituten derzeit schwierig sei. „Die Verfügbarkeit von Kapital, die Möglichkeit für Banken, sich mittel- und langfristig zu finanzieren und sich kurzfristig Geld zu leihen, sind Grund zur Sorge“, erklärte der Aufseher. Er schränkte allerdings ein: „Aber es stellt noch kein Risiko dar, und auch keine Notsituation.“

Stresstest erst in 2013

Schon vor Monaten hat die EBA die 27 nationalen Aufseher ermahnt, die Bankenüberwachung voran zu treiben. Die EBA selbst werde jedoch frühestens 2013 in der Lage sein, europäische Banken systematisch einem Stresstest für Liquidität zu unterziehen. Trotz klaren politischen Mandats gebe es noch keine einheitliche Methode oder Infrastruktur. Allen voran fehlten einheitliche Datensätze. „Wir haben die Ambition, es zu machen und die Strategie dazu. Trotzdem sind wir noch nicht einmal auf halbem Weg, und brauchen noch mindestens ein Jahr, für die notwendigen Details, Granularität und Methoden, das regelmäßig zu tun“, ergänzte der Ungar.

1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 09.09.2011, 11:21 UhrAnonymer Benutzer: werneremil

    ueber die kriminalitaet und grenzenlose dummnheit von bankern gibt es schon ganze buechereien.die bankenaufsicht in deutschland ist eine farce.die bargelddecke der banken sind unter 10 % des einlagevermoegens und die taegliche differenzen muessen taeglich erneut neu angefordert werden !!!.und dann solche typen wie ackermann und co aus der schweiz!!wen wundert es dann ,dass banken eine bedrohung fuer alle sind.kein wunder dass in vielen staaten die banken verstaatlicht werden um diesen auswuechsen herr zu werden.dies ist auch der richtige weg,denn die banken verwalten das vermoegen kleiner leute und das der wirtschaft.

Alle Kommentare lesen
weitere Fotostrecken

Blogs

Wie HP-Chefin Whitman ihren Mitarbeiter die anstehenden Massenentlassungen erläutert
Wie HP-Chefin Whitman ihren Mitarbeiter die anstehenden Massenentlassungen erläutert

In einer internen Videobotschaft an die HP-Beschäftigten gibt Meg Whitman mehr Details zu dem geplanten Abbau von 27.000...

Das Aktuelle Heft

Wirtschaftswoche

WirtschaftsWoche 21 vom 21.05.2012

iTunes Vorschau - WirtschaftsWoche
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.