Finanzkrise: BaFin macht Weserbank dicht

Finanzkrise: BaFin macht Weserbank dicht

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Baustelle in Bremerhaven

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat die Schalter der Weserbank AG in Bremerhaven geschlossen.

Die Aufsichtsbehörde erließ ein Veräußerungs- und Zahlungsverbot. Der überschuldeten Bank wurde untersagt, Zahlungen entgegenzunehmen, die nicht zur Tilgung von Schulden bestimmt sind. Außerdem stellte die BaFin beim Amtsgericht Bremerhaven Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens.

Man habe das Moratorium anordnen müssen, um die verbliebenen Vermögenswerte zu sichern, hieß es zur Begründung. Das Institut sei nach mehreren gescheiterten Versuchen der Eigentümer, kurzfristig das erforderliche Kapital zuzuführen, überschuldet. Nachdem die Bank ihr Geschäftsmodell umgestellt habe, sei sie nicht mehr in der Lage gewesen, dauerhaft die Erträge zu erwirtschaften, die zur Deckung der laufenden operativen Kosten notwendig gewesen wären.

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Die Bundesanstalt für Finandienstleistungsaufsicht (BaFin) sieht die Finanzkrise nicht als zentralen Grund für die Schließung der Weserbank. „Die Krise war nicht der entscheidende Faktor“, sagte eine Sprecherin der Behörde. Auch ohne die Marktturbulenzen wäre es wohl zu einer Schließung gekommen. Der Chef der kleinen Bremerhavener Bank, Gerold Lehmann, sieht sein Institut dagegen als Opfer der Finanzkrise. In normalen Zeiten hätte die Bank niemals geschlossen werden müssen, sagte er.

Die Bilanzsumme der Bank beläuft sich laut BaFin auf rund 120,4 Millionen Euro. Das Geldinstitut weist Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in Höhe von rund 24,9 Millionen Euro aus. Zu den Einlagen der Kunden teilte die Aufsichtsbehörde mit, dass der gesetzliche Entschädigungsanspruch jedes berechtigten Bankkunden „pro Einleger begrenzt auf 90 Prozent der Einlagen und Gegenwert von 20.000 Euro“ sei.

Darüber hinaus sei die Weserbank Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB). Der BdB selbst erklärte in Berlin: „Die Kundeneinlagen einschließlich auf den Namen lautender Sparbriefe - ein Volumen von etwa 26 Millionen Euro - sind bis zur Sicherungsgrenze von 1.832.000 Euro pro Einleger geschützt.“

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