Finanzkrise: Deutsche Bank: Gute Zahlen nur auf den ersten Blick

Finanzkrise: Deutsche Bank: Gute Zahlen nur auf den ersten Blick

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Deutschen-Bank-Chef Josef Ackermann

Ihre „Stärke auch in schwierigen Zeiten“ habe die Deutsche Bank erneut bewiesen, verkündete Josef Ackermann heute bei der Vorlage der Quartalszahlen seiner Bank. Und in der Tat sieht das Ergebnis auf den ersten Blick gut aus.

Die Deutsche Bank schreibt nach einem Verlust in den ersten drei Monaten wieder schwarze Zahlen. Mit einem Gewinn nach Steuern von 645 Millionen Euro hat sie die durchschnittlichen Erwartungen der Analysten sogar um 50 Prozent übertroffen. Und mit einer Kernkapitalquote von 9,3 Prozent steht die Bank nach wie vor stabil da. Um eine Kapitalerhöhung, wie sie einige Konkurrenten mit eher gemischtem Erfolg in den vergangenen Wochen durchgeführt haben, muss sie sich nicht kümmern.

Ein Grund zum Feiern ist das freilich nicht. Denn die Milliardenlöcher, die die Finanzkrise in die Bilanz gerissen hat, sind größer als erwartet. 2,3 Milliarden Euro hat Deutschlands größte Bank noch einmal abgeschrieben, 500 Millionen mehr als die Marktbeobachter im Schnitt erwartet hatten. Die Gesamtabschreibungen betragen nun immerhin sieben Milliarden Euro.

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Dass einige Konkurrenten hier noch weit härter getroffen wurden, ist da allenfalls ein schwacher Trost. Dass sich nicht nur die Erträge im Investmentbanking im Vergleich zum Vorjahr glatt halbiert haben, sondern auch ein eher stabiler Bereich wie das Asset und Wealth Management erhebliche Rückgänge verzeichnen muss, zeigt, wie schwierig das Marktumfeld für Banken weiterhin ist. Im ersten Quartal hatte dieser Bereich im vergleich zum Vorjahr noch zugelegt.

Kein Ende der Krise

Ende April hatte Ackermann erklärt, dass die „Lage an den Finanzmärkten im ersten Quartal des Jahres so schwierig wie noch nie zuvor in der jüngeren Geschichte" gewesen sei. Er meine, dass wir „am Beginn des Endes der Krise seien", hatte Ackermann auf der Hauptversammlung der Bank einen Monat später erklärt. Dass die Bank nun fast noch einmal so viel wie in den ersten drei Monaten abschreiben muss und die Ergebnisse in einigen Bereichen noch unter denen vom ersten Quartal liegen, zeigt wie lange dieser Weg noch ist.

Die Krise ist noch lange nicht unter Kontrolle. Da ist es nur konsequent, wenn Ackermann ankündigt, mit Blick auf die zweite Jahreshälfte vorsichtig zu bleiben.

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