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Finanzkrise: Deutsche Bank mit Milliardenverlust

von Andreas Toller mit Material von dpa

Die Deutsche Bank hat einen Verlust von 4,8 Milliarden Euro für das vierten Quartal 2008 bekannt gegeben. Damit schließt der Bankkonzern auch das Gesamtjahr mit einem Milliardenminus ab. Vorstandschef Josef Ackermann gesteht Fehler ein.

Josef Ackermann, Quelle: dpa
Josef Ackermann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank, gibt in Frankfurt am Main die Bilanzzahlen des Unternehmens bekannt. Quelle: dpa

Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hat Schwächen seines Instituts in der aktuellen Finanzkrise eingeräumt. Über den Milliardenverlust im vierten Quartal sei die Deutsche Bank "sehr enttäuscht“, erklärte Ackermann laut Mitteilung des Dax-Konzerns heute in Frankfurt. "Das extrem schwierige Marktumfeld hat einige Schwächen in der Bank aufgezeigt.“ Die Kapitalstärke ermögliche es der Bank aber, den "extrem schwierigen Marktbedingungen Stand zu halten und die notwendigen Schritte zum Risikoabbau zu ergreifen“. Nach vorläufigen Zahlen erwartet die größte deutsche Bank allein im vierten Quartal 4,8 Milliarden Euro Verlust.

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Rote Zahlen auch für das Gesamtjahr

Die Deutsche Bank ist durch einen Verlust im vierten Quartal auch im Gesamtjahr tief in die roten Zahlen gerutscht. Für 2008 gehe das Institut nach vorläufigen Berechnungen von einem Verlust nach Steuern von 3,9 Milliarden Euro aus. Händler äußerten sich klar negativ. "Kein Wunder, dass sie ihren Postbank-Deal runderneuern mussten. Die schlimmsten Gerüchte der vergangenen Woche haben sich bewahrheitet“, sagte ein Börsianer. "Es ist unglaublich, wie lange hier gute Miene zum bösen Spiel gemacht wurde. Das Vertrauen dürfte erstmal weg sein“, ereiferte sich ein weiterer.

Deutsche Bank-Aktie: Dividende unter Druck

Die "außerordentlich schwierigen Marktbedingungen“ hätten die Ergebnisse aus dem Verkauf und Handel von Wertpapieren belastet. Zudem seien Risikopositionen weiter reduziert worden. Weitere positive und negative Sonderfaktoren hätten das Ergebnis belastet. Für die Vermögensverwaltung erwarte die Bank im vierten Quartal ebenfalls einen Verlust, der vor allem auf Abschreibungen zurückzuführen sei. Im Jahr 2007 hatte die Deutsche Bank insgesamt unter dem Strich noch einen Rekordgewinn von 6,5 Milliarden Euro erzielt. Die Kernkapitalquote habe Ende Dezember 2008 in Höhe der veröffentlichten Zielgröße von zehn Prozent gelegen. Für die Dividende habe das Institut 50 Cent je Aktie zurückgelegt. Dies deutet auf eine Auszahlung in dieser Höhe hin. Sollte dies am Ende die Höhe der Ausschüttung sein, würde das für die Aktionäre einen deutlichen Abschlag bedeuten: Für 2007 hatten sie noch 4,50 Euro je Aktie erhalten.

19 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 27.01.2009, 10:14 UhrAnonymer Benutzer: Dithie

    Zu: Herren banker...

    Wie schamlos log dieser Herr Ackermann vor der Fernsehkamera,
    das blaue vom Himmel,solche "Geister" gehören hinter Schloß und
    Riegel...den bankpräsidenten+Aufsichtsräten gleich mit !!!

  • 27.01.2009, 10:14 UhrAnonymer Benutzer: Dithie

    Zu: Herren banker...

    Wie schamlos log dieser Herr Ackermann vor der Fernsehkamera,
    das blaue vom Himmel,solche "Geister" gehören hinter Schloß und
    Riegel...den bankpräsidenten+Aufsichtsräten gleich mit !!!

  • 23.01.2009, 15:27 UhrAnonymer Benutzer: Rich

    Die Deutsche bank im Jahr 2007 einen Rekordgewinn von 6,5 Millarden. 2008 einen Verlust von 3,9 Millarden. Wie geht das, oder waren die Zahlen von 2007 schon gefälscht und man wollte sich feiern lassen. Frage mich was wir für gutbezahlte Personen in den Vorstandsetagen haben, die nicht einmal 1+1 zusammenzählen können. Eigentlich war es schon lange überfällig bestimmte Personen wieder auf den boden zu holen um ihnen klar zu machen woher sie eigentlich kommen.

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