Kommentare zu: "Geld regiert nicht die Welt"

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8 Kommentare
  • 12.02.2009, 20:21 UhrAnonymer Benutzer: Hägar Schmidt

    Also, Herr Malik, für mich stellt das Geld schon eine ganz klar knappe Ressource dar :-)

    Manche Manager und berater halten Herrn Malik für einen unternehmerisch unerfahrenen Motivationssprecher von einer Uni. Einer, den unser ehemaliger Kanzler und heute russischer Angestellter Gerhard Schöder verhöhnt hätte. ich finde ihn ganz interessant, und seine bücher geben einem wenigstens die illusion, dass es sich nicht nur um's Geld handelt.

    Tatsache ist leider, dass in den meisten deutschen Unternehmen gerade die Absenz des Geldgedankens ein großes Problem darstellt. Kaum ein Mitarbeiter einer größeren kommerziellen Organisation denkt wirklich an die Finanzen seines Arbeitgebers - aber ganz viel darüber nach, wie man durch geschickte Politik eine höhere Gehaltsstufe erreichen kann. Gerade das Fehlen einer profitorientierten Denke ruiniert europäische Unternehmen. Heutzutage denken viele Mitarbeiter, dass das Geld in der HR-Abteilung gedruckt wird.

    Die obige betrachtung trifft natürlich bei Finanzinstituten nicht ganz zu, denn da geht's tatsächlich rein um's Geld.

  • 13.02.2009, 12:26 UhrAnonymer Benutzer: Vertrauen regiert die Welt

    Wenn überhaupt (Papier-)Geld die Welt regiert, dann nur so lange, wie Vertrauen in die Währung besteht.

    Das eigentlich nicht vorhandenes Vertrauen in die Lehren von MbA und bWL, an die selbst dieser Management-Guru nicht glaubt, kann das System genau so lange übertünchen, wie das Publikum durch brot und Spiele (finanziert durch Gelddrucken) bei Laune gehalten werden kann. Die Spiele und damit das Vertrauen enden aber, wenn die Zinsen für die Schulden nicht mehr aufgebracht werden können und wenn sich die Sicherungen (Grundpfandrechte) als wertlos erweisen. Dann regiert Geld eben nicht mehr die Welt, sondern nur noch Vertrauen.

    Der Denkfehler bei alledem besteht darin, daß der MbA- und bWL-Horizont zu flach ist, um Stabilitätsfragen zu erfassen. Wo ständiges Wachstum als d i e Methode gepredigt wird, mit der angeblich die Schulden für brot und Spiele getilgt werden können, da wird instabilität als Heilslehre verkündet. Ständiges Wachstum ist nämlich gleichbedeutend mit instabilität, dem schlimmsten Zustand, den ein System annehmen kann. Das weiß das industriezeitalter seit rund 100 Jahren, spätestens seit Norbert Wiener.

    Von Stabilität oder gar von Stabilitätskriterien, die sonst unser Leben überall bestimmen (in biologischen wie in technischen Systemen) wissen MbA und bWL nichts. Sie treten all die Erkenntnisse sogar mit Füßen, schauen nur darauf, wie das System im nächsten Moment aussieht und interessieren sich nicht für den stationären Zustand des Systems. Die Folge ist instabilität, und das System oszilliert. Die Leidtragenden sind die Menschen.

  • 13.02.2009, 17:34 UhrAnonymer Benutzer: Prof. Dr. Medenbach

    Nicht Geld regiert die Welt, sondern die Handvoll Gauner, die hinter dem Weltgeldbetrug stehen.

  • 13.02.2009, 22:59 UhrAnonymer Benutzer: M.Hornburg

    @ Weltgeldbetrug...
    Durch wen.. eine "Handvoll Gauner"?!
    No-
    ein System von weltweit vernetzten Gaunern und börsenspekulanten, von der Mafia ganz zu schweigen,die es nicht nur in Sizilien gibt!
    Wir werden seit Jahren verarscht! Die "Heuschrecken" werden überleben--- mit Steuergeldern---

  • 14.02.2009, 12:44 UhrAnonymer Benutzer: horschtie

    da frage ich mich was der hr. malik die letzten 20 jahre seinen studenten mit auf den weg gegeben hat?? blutkreislauf. nervenbahnen. jetzt auf einmal ist das böse geld schuld. weckt mich auf wenn solche kommentare verschwinden

  • 26.02.2009, 15:33 UhrAnonymer Benutzer: Ricci "Cigar" Riegelhuth

    MENSCHEN bRAUCHEN MENSCHEN und KEiNE z a h l e n . . .


    bei dem ganzen Kladderadatsch von fehlenden Milliarden, verlustiertem Vertrauen in ein globales Finanzsystem und der sehr menschlichen begabung bei massenhafter Gier auf Profit alles Hirn gleich mit zu verschlingen, ist für mich jetzt die brennende Frage:
    wie wirkt Geld auf unsere beziehung zu unseren Mitmenschen`?
    Wie beeinflusst das Geld unsere Wertvorstellungen in unserer Gesellschaft und welche Konsequenzen ergeben sich daraus?
    Werden wir etwa komplett monetär "nivelliert"?
    Soziologie könnte die Grundlage bieten unser Dilemma zu fundieren!
    Hier der Herr Simmel, Schorsch vor über hundert Jahren, sicher geschrieben, umnebelt vom havannanösem Zigarren-Duft.

    Georg Simmel:
    Die Grosstädte und das Geistesleben
    ex: Die Grossstadt. Vorträge und Aufsätze zur Städteausstellung. (Jahrbuch der Gehe-Stiftung Dresden, hrsg. von Th. Petermann, band 9, 1903, S. 185-206, Dresden)

    "Das Wesen der blasiertheit ist die Abstumpfung gegen die Unterschiede der Dinge, nicht in dem Sinne, dass sie nicht wahrgenommen würden, wie von dem Stumpfsinnigen, sondern so, dass die bedeutung und der Wert der Unterschiede der Dinge und damit der Dinge selbst als nichtig empfunden wird.

    Sie erscheinen dem blasierten in einer gleichmäßig matten und grauen Tönung, keines wert, dem anderen vorgezogen zu werden.

    Diese Seelenstimmung ist der getreue subjektive Reflex der völlig durchgedrungenen Geldwirtschaft; indem das Geld alle Mannigfaltigkeiten der Dinge gleichmäßig aufwiegt, alle qualitativen Unterschiede zwischen ihnen durch Unterschiede des Wie viel ausdrückt, indem das Geld, mit seiner Farblosigkeit und indifferenz, sich zum Generalnenner aller Werte aufwirft, wird es der fürchterlichste Nivellierer, es höhlt den Kern der Dinge,
    ihre Eigenart,
    ihren spezifischen Wert,
    ihre Unvergleichbarkeit rettungslos aus.

  • 16.05.2009, 15:23 UhrAnonymer Benutzer: Tim

    ES bESSER ALS DiE GAUNER MACHEN

    Trivial war und ist das Leben von Tieren. Fressen und vermehren. Für den Menschen fing alles ganz ähnlich an. intelligenz im Sinne von informationsverarbeitung ließen ihn höhere Ziele anstreben und erreichen. Subjektivität (Kognitivismus) führte allerdings nicht zum vollständig korrenkten und damit richtigen Durchdenken. Das ist der Grund für Unzulänglichkeit von Systemen die geschaffen wurden um der Komplexität unserer Welt Herr zu werden. Zu Tief sitzt die Krankheit. Der Alkoholiker sollte keinen Schnaps bekommen sondern eine grundlegende Entziehungskuhr.

    Die wirklichen Strukturen und Lenkungsmechanismen von Unternehmen, Staat und anderen Systemen müssen in ihren Reihen aufgedeckt und einer Systemgenerierung unterzogen werden. Jeder baustein als eigenes System, Lebensfähig und Rekursiv zu Sub- und Metaebene.

    Dies setzt voraus, dass sich Führungskräfte über alle Ebenen an richtigen Werten orientieren und Verantwortung für ihre Aufgabe übernehmen.

    So kann durch Strukturgleichheit von Systemen egal welcher Größe, Verschachtelung und Ebene die heutige Komplexität unter Kontrolle gebracht werden und ein System als einheitliches Ganzen wirken.

    Wenn die Nerven richtig vernetzt sind findet auch das blut wieder den richtigen Weg und auf Schnaps kann gänzlich verzichtet werden.

  • 23.07.2009, 21:23 UhrAnonymer Benutzer: M.Buesing

    Es zeigt sich u.a. das Egoismus als "dämonischer" Trieb des Menschen dazu führen kann die gesamte terrestrische Welt in den Abgrund zu führen. Nur die Anwendung der Kybernetik kann hier die "Rettung" einleiten. Es wird Zeit diese Wissenschaft als zentrales Thema in die klassischen wirtschaftswissenschaftlichen Studiengänge zu integrieren.

    Ein begeisterter und langjähriger "Kybernetiker"

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