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Finanzkrise: IKB-Konkurs wäre deutlich günstiger als Rettungspaket

von Michael Inacker (Berlin)

In der Bundesregierung wird vor der Verwaltungsratsitzung der bundeseigenen KfW nicht ausgeschlossen, die ins Schlingern geratene Düsseldorfer IKB Konkurs gehen zu lassen.

Zentrale der Deutschen Quelle: rtr
Zentrale der Deutschen Industriebank IKB in Düsseldorf Quelle: rtr

Das ist nach Informationen von wiwo.de eine der Optionen, die seitens des Vorstands der KfW durchgerechnet worden sind. Wie es aus Kreisen des KfW-Verwaltungsrats weiter heißt, haben Modellrechnungen ergeben, dass ein Konkurs der IKB finanziell deutlich günstiger wäre als die Rettung und Fortführung der Bank.

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Demnach würde die Fortführung der Bank rund eine Milliarde mehr kosten. In der Unionsseite der Bundesregierung und der Verwaltungsratsmitglieder gibt es für einen Konkurs der IKB gewisse Sympathien. Letztlich, so meinte ein Politiker aus dem Verwaltungsrat, bedeutet eine Rettung der Bank, dass wir „schlechtem Geld, gutes Geld hinterherwerfen“. Außerdem seien bei einer IKB-Pleite keine kleinen Sparer betroffen und die konkrete Förderung von Mittelständlern könne durch die KfW selbst aufgefangen werden.

In Kreisen des von der früheren SPD-Politikerin Ingrid Matthäus-Meier geführten KfW-Vorstands und im Umfeld von Finanzminister Peer Steinbrück gibt es allerdings bislang keine Unterstützung für ein Scheitern der IKB.

Dort wird sorgenvoll vor einem volkswirtschaftlichen Schaden gewarnt, den man den Mehrkosten zur Fortführung der IKB gegenüberstellen müsse. Dies wird allerdings von Unionsseite für ein vorgeschobenes Argument gehalten. Letztlich würde, so heißt es, eine Pleite der IKB alle Entscheidungen des KfW-Vorstands und des Finanzministers im Krisenmanagement und zur Rettung der IKB seit Sommer vergangenen Jahres in Frage stellen.

Im Kanzleramt heißt es dazu: „Dann stünde auch der vielgelobte SPD-Finanzminister plötzlich mit abgesägten Hosenbeinen da.“

25 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 31.03.2008, 10:57 UhrAnonymer Benutzer: Papa Bär

    Für mich fällt das, was der Finanzminister und der Vorstandder iKb hier veranstalten eindeutig unter den bereich insolvenzsstraftaten , insbesondere den § 283 (1) 3. StGb.
    imho ein Offizialdelikt... wo ist die Staatsanwaltschaft?
    Jeden kleinen Geschäftsführer, jeder ohne parlamentarische immunität wäre hier schon längst über die Klinge gesprungen.
    ich kann gar nicht so viel essen, wie ich kot... muss.

    Papa bär

  • 27.03.2008, 11:24 UhrAnonymer Benutzer: Mistkäfer

    Das eigentliche problem sind doch Politiker, die sich ALLES erlauben dürfen. Sie sind keinem verantwortlich und ALLEs, was sie tun, ist nicht strafbewehrt. So spricht Glos auch richtig von "Leichtsinn". 17,9 Milliarden Euro an Steuergeldern zu verzocken, ist "leichtsinnig". Herr Huber, der 100 Milliarden Euro an Steuergeldern mit der bayr.Lb in irland außerbilanziell verzockt hat, "weil die Steuergesetze dort so günstig" sind, rief dann auch schnell zur Hatz gegen die Reichen, genauso, als gehörten sie nicht zur Elite in unserem Lande: wer kann wie sie Pensionen anhäufen, von "Diäten" leben, und ist für keine seiner Untaten zur Rechenschaft zu ziehen? Nur Vorstände großer Unternehmen und eben POLiTiKER....

  • 14.02.2008, 23:16 UhrAnonymer Benutzer: Unwichtig

    Ja der gute Mann hat recht, denn wenn wir alle unser geld zur bank tragen und drum bitten aus Geld, mehr Geld zum machen, so uns allen es sowas von egal wie es passiert, Hauptsache aus 100€ werden ohne Nixtun 110€, ob die Produktion von b nach L und hin und her verlegt wird, spielt keine Rolle, was wären die Herrn banker für Helden gewesen, wenn es ihnen geglückt wäre ohne Risico unser Geld zu vermehren, nun jammern alle, scheinbar haben wie alle vergessen das man uns auf geklärt hat über die verschiednen Risicostufen bei solchen Anlageformen, Übermut tut selten gut.

    Gruß

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