Finanzkrise: IKB verlangt von Ex-Vorständen Millionen zurück

Finanzkrise: IKB verlangt von Ex-Vorständen Millionen zurück

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IKB-Vorstand Claus Momburg

Die ersten Bank-Manager werden zur Kasse gebeten: Die IKB hat ihren Ex-Vorstandschef und andere ehemalige Vorstandsmitglieder auf die Rückzahlung ihrer Tantiemen verklagt.

Der noch amtierende Vorstand Claus Momburg habe auf Druck des Aufsichtsrats 558.000 Euro bereits erstattet, sagte ein Sprecher der IKB in Düsseldorf. Von Ex-IKB-Chef Stefan Ortseifen, der sofort nach Bekanntwerden der existenzbedrohenden Probleme bei der IKB Mitte 2007 entlassen worden war, fordert die IKB, wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, 805.000 Euro Boni zurück. Ortseifen klagt wiederum gegen seine Entlassung.

Die IKB hatte sich in großem Stil mit US-Ramschhypotheken verspekuliert. Ihre Hauptaktionärin, die staatliche Förderbank KfW, sowie der Bund und andere Banken mussten das Düsseldorfer Traditionsinstitut mit über zehn Milliarden Euro stützen.

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Der Finanzinvestor Lone Star übernahm die Bank kürzlich für rund 150 Millionen Euro.

Den beiden ebenfalls nach der Aufdeckung der Verluste gegangenen Vorständen Volker Doberanzke und Markus Guthoff räumte die IKB eine letzte Frist bis zum 31. Oktober ein. Bis dahin müsse der ehemalige Finanzchef Doberanzke 583.000 Euro Zulagen zurückzahlen, Guthoff 600.000 Euro. Von Joachim Neupel, der Ende 2006 aus Altersgründen aus dem Vorstand ausgeschieden war, verlangt die IKB 451.000 Euro zurück.

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