Finanzkrise: KfW will angeschlagener IKB kein weiteres Geld geben

Finanzkrise: KfW will angeschlagener IKB kein weiteres Geld geben

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Die Zentrale der Deutschen Industriebank IKB in Düsseldorf

Die staatseigene Förderbank KfW kann der um ihre Existenz kämpfenden Mittelstandsbank IKB keine weiteren Gelder mehr zuschießen.

„Wir wollen nicht mehr und wir können nicht mehr“, verlautete aus Kreisen der Bankengruppe in Frankfurt. Anderenfalls sei das Fördergeschäft der KfW in Gefahr. Die Bankenspitze dringe derzeit in Gesprächen in Berlin darauf, dass der Bund direkt Geld gebe.

Für den angestrebten Verkauf der KfW-Beteiligung IKB müssen dem Vernehmen nach weitere Geldspritzen bereitgestellt werden. Das könnte den Bund noch stärker belasten. Nach einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ kann die IKB nur verkauft werden, wenn sie von Risiken befreit wird.

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In den Verhandlungen mit den drei verbliebenen Bietern, unter denen die schwedische SEB Bank als Wunschkandidat gilt, sei dies jetzt abermals deutlich geworden, berichtet die „FAZ“. Gerüchten zufolge gehe es um weitere 1,5 Milliarden Euro. Die KfW wollte sich nicht äußern.

8,5 Milliarden an die IKB

Die Düsseldorfer Mittelstandsbank IKB hatte sich in großem Umfang mit US-Ramschhypotheken verspekuliert. Bisher mussten KfW, Bund und Banken rund 8,5 Milliarden Euro Risiken abdecken.

Die Hauptlast trägt dabei die KfW, die mit rund 45,5 Prozent an der IKB beteiligt ist. Der Bund hofft auf Verkaufserlöse von 800 Millionen Euro.

Auch um diese Summe zu sichern, werden mögliche weitere Garantien ausgelotet. Wie die „Financial Times Deutschland“ berichtet, wird die IKB ab Ende Juni auf einen derzeit noch bestehenden Kredit der Finanzagentur des Bundes verzichten müssen.

Die Finanzagentur des Bundes werde ihre Liquiditätslinie für die IKB in Höhe von 500 Millionen Euro nicht um ein weiteres Jahr verlängern, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Regierungskreise.

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