Kommentare zu: Sparkassen in Not: Die Folgen für Sie und Ihre Stadt

zum Artikel

Wir freuen uns über Ihren Kommentar. Beiträge können von der Redaktion moderiert werden. Bitte bleiben Sie fair und halten Sie sich an unsere Nutzungsbedingungen

13 Kommentare
  • 12.06.2008, 16:27 UhrAnonymer Benutzer: Tafelsilber muss für Zocker bluten

    Anders kann es nicht beschrieben werden, dass die Subprime-Verluste durch die Sparkassen "geschirmt" werden.

    Die Provinzfürsten sollten wissen, dass sich die Sparkassen nur einmal verkaufen lassen. Die Ergebnisse von solchen Privatisierungen sieht man recht eindrucksvoll bei der Deutschen Telekom: Arbeitsplatzabbau, Managerwahn und Heuschrecken.

  • 12.06.2008, 16:55 UhrAnonymer Benutzer: Margret Winkel-Tauchnitz

    ihr Thema heißt ja "Sparkassen in Not: Die Folgen für Sie und ihre Stadt". U.a. beschreiben Sie, dass den Sparkassen durch Privatbanken und Direktbanken große Konkurrenz erwächst. Die Frage ist, ob die guten Konditionen angeboten würden, wenn es die Sparkassen nicht gäbe. Der europäische Vergleich zeigt, dass in Deutschland die kostengünstige Versorgung der bevölkerung mit bankdienstleistungen sehr günstig ist. Als Privatmensch muss man befürchten, dass bei einer Veräußerung der Sparkassen dieser Kostenvorteil schwinden, vielleicht sogar ganz verschwinden würde. Deshalb kann nur jeder bürger der Stadt ein vitales interesse an kommunalen Sparkassen haben. Das Zweigstellennetz der Privatbanken würde bei einer Privatisierung der öffentlich-rechtlichen Sparkassen vermutlich ebenfalls noch mehr ausgedünnt. Auch andere beispiele zeigen: funktionierenden Wettbewerb gibt es nur bei großer Vielfalt. Wenn - wie im Energiesektor - nur noch wenige große Firmen überbleiben, muss der bürger dies über gestiegene Preise ausbaden. Es gilt also, die (öffentliche) Hand auf dem Sparkassen- und Landesbankensektor zu halten!

  • 12.06.2008, 22:18 UhrAnonymer Benutzer: Laura

    Es geht doch um die Frage: Wer zahlt Steuern? Und vor allem: Wo?

    Meine Sparkasse hier fördert mit Stiftungen von Kindern und Jugendlichen über Kunst, sozialen Angelegenheiten bis hin zu Musik die gesamte Region - und bezahlt auch hier ihre Steuern. Dies ganz im Gegensatz zu "billigbanken", die ihren Sitz im irgendwo haben - und damit eben auch nicht oben genannte Kommunen unterstützen. Ja, die Steuereinnahmen werden weniger - aber wenigstens bezahlen diese institute überhaupt ihre Steuern in unserer Region.

    Die Schwarzmalerei kann ich nicht ganz nachvollziehen angesichts dessen, dass Sparkassen, die schlechter da standen, immer aufgefangen werden konnten, woran sich meiner Ansicht nach nicht allzu viel ändern wird - entweder über den Sicherungsfonds oder eine Fusion. Dass mit keiner Silbe erwähnt wird, dass ohnehin vor bereits 2 Jahren die Gewährträgerhaftun wegfiel, verstärkt den Eindruck, dass nun die Kommunen den bach runter gehen, wenn es den Sparkassen teilweise etwas schlechter geht.

    Ach ja, und im Übrigen:
    Diese oben erwähnte Unterstützung der Region bezahlen natürlich auch wir Kunden - dafür weiß ich aber, dass meine Sparkasse sich hier engagiert und Projekte fördert. Zum beispiel die Studentenvereinigung, in der ich Mitglied bin. Dass ich dafür und für einen Ansprechpartner direkt hier im Ort später kein 0 Euro-Konto habe, ist es mir wert.

  • 13.06.2008, 11:27 UhrAnonymer Benutzer: Rolf Kuntz

    Tja !

    Sollen wollen wir es doch. Der befreite Markt der Privatisierung wird auch die Sparkassen und Genossenschaftsbanken als die letzten bollwerke richten, bzw. zurichten.
    Solange die Gesellschaft, und dazu gehören wir alle, dem Fetisch „Rendite ohne Leistung“ unseren tagtäglichen Goldenenkalbtanz zollen, solange wird dieses Spiel auf den Schultern der kleinen Leute weitergehen.
    Ein Loch ohne boden in dem alle Werte verschwinden, weil diese Renditen irgendwer erwirtschaften muß. Da aber in unserer Gesellschaft wie wir erfahren es auch mit der bildung hapert, d.h. die Schulabgänger schon nicht mal mehr den Dreisatz rechnen können, erschließt sich auch nicht mehr der Fakt, daß der Renditetopf mittlerweile mehr fordert als der Wirtschaftsfortschritt insgesamt regeneriert. Also muß man jetzt, wie es jederman merkt zur Auffüllung auch zurückgelegte Substanzen angreifen.
    Aber gerade die Sparkassen sind da mit ihren flotten Werbesprüchen vom angeblich arbeitenden Geld mit an erster Stelle der Leuteverdummung beteiligt.
    Für den mitdenkenden Menschen, aber leider habe ich dazu keinen kritischen Pressekommentar bemerkt, war die Ausführung vom AWD-Chef Carsten Marschmeyer auf der Hauptversammlung 2005 in Hannover. Eine Aussage, die spiegelbildlich für die menschenverachtende Aroganz dieser sogenannten Finanzelite zu werten ist. Er sagte:
    „Die Altersversorge steht vor dem größtem boom den die branche je erlebt hat. Die Verlagerung von der staatlichen zur privaten Altersvorsorge ist ein Wachstumsmarkt über Jahrzehnte. Man kann zwar nicht überblicken wie sich der Anstieg der privaten Altersversorgung präzise ausgestalltet. Es ist jedoch so, als wenn wir auf einer Ölquelle sitzen. Sie ist angebohrt, sie ist riesig groß und sie wird sprudeln.“
    Dazu bracht man doch wohl keine weiteen Kommentare! Wo Ölpreise hinführen, sieht wohl jeder. Da ist doch klar, daß jede irgendwie erreichbare Ölquelle angebohrt wird.

  • 13.06.2008, 14:07 UhrAnonymer Benutzer: Helmut Andres

    Unabhängige öffentlich-rechtliche Sparkassen gehören mit zum besten, was in einer globalisierten Wirtschaft für die Menschen, kleine betriebe und mittlere Unternehmen in ihrem regionalen Umfeld noch übrig ist. Natürlich wollen die Wettbewerber sie haben - oder plattmachen. Und natürlich gibt es wieder die Politiker, Wirtschaftsprofessoren und Wirtschaftsmedien, die mit ihrem Mantra von den freien Märkten diesen Prozeß wider gemachte Erfahrungen und besseres Wissen vorantreiben.

  • 13.06.2008, 16:27 UhrAnonymer Benutzer: Wilfried Hein

    Es wird langsam Zeit,dass auch die Sparkassen dem normalen Wind des Wettbewerbs ausgesetzt werden. Zu viele institute und ihre Führungen wähnen sich noch im unangreifbaren beamtenstatus. Von kundenorientiertem Handeln sind sie noch weit entfernt.Manche wirken sogar ausgesprochen schlafmützig. Der Druck des echten Wettbewerbs kann hier nur Verbesserungen für die Kunden bringen.

  • 14.06.2008, 14:32 UhrAnonymer Benutzer: Michael Dietz

    Sie mögen ja, wie alle ihre guten und schlechten Seiten haben, aber sie haben nicht das Geld der bundesbürger in dem Maße verzockt, wie es die privaten Finanzinstitute taten. Die Sparkassen sind eine tragende, und in der heutigen Zeit noch wichtigere, Säule des Finanzsystems. Sollten die institute privatisiert werden, sollte man sein Geld im Kopfkissen einnähen und ggf. Gold kaufen.

  • 26.06.2008, 17:25 UhrAnonymer Benutzer: Soziale Marktwirtschaft

    Liebe Wiwo,

    aus den Kommentaren ist ersichtlich, dass die meisten Menschen tatsächlich den Sinn und Nutzen von den bisherigen Wettbewerbsstrukturen in Deutschland, was auch durch die öffentlich rechtlichen banken mit entstanden ist, erkannt haben. bei ihnen als wirtschaftskompetente berichterstatter hätte ich mehr Kenntnisse und Neutralität vorausgesetzt. Denn sie stellen jedes kleine Detail zu ungunsten der Sparkassen bzw. den öffentlich rechtlichen instituten dar und nehmen dann auch noch die Aussage eines Commerzbankvorstandes als Maßstab, der seine Gewinne hauptsächlich an ausländische Aktienbesitzer ausbezahlt (das hilft unserem Gemeinwohl und unseren Regionen immens gell?) Auch wenn ein Sparkassengebäude mal etwas teurer errichtet werden sollte und über einen Zweckbau hinausgeht, so fließt zumindest das Geld an regionale Handwerker, die ja auch Arbeitnehmer beschäftigen.

    Des weiteren sollte auch erwähnt werden, dass die öffentliche iKb dem Haftungsbund der privaten banken in Deutschland angehört, diese waren jedoch nicht bereit die Lasten alleine zu tragen, was ja selbstverständlich gewesen wäre. Die Sparkassen und Volksbanken haben dieses institut mit unterstützt, obwohl es gar nicht deren Pficht war/ist. Soviel zur Vertrauenswürdigkeit der privaten banken im bedarfsfall!

    Des weiteren sollten Sie auch erwähnen, dass die Gewinnmargen der banken im Ausland um ein vielfaches höher sind, weil es eben im Ausland keine öffentlich rechtlichen banken mehr gibt, die für einen ausreichenden Wettbewerb sorgen. Die Kunden müssen daher vielfach überteuerte Preise für bankdienstleistungen bei schlechtem und unzureichendem Service bezahlen. Fragen Sie mal die Menschen in England. ich zumindest habe diese Erfahrungen mit meiner fairen und sehr gut erreichbaren Sparkasse bisher nicht gemacht und wünsche mir, dass dies auch so bleibt.

  • 27.06.2008, 19:35 UhrAnonymer Benutzer: Mündiger Bürger

    Die Sparkassen sind gut für Deutschland. Und ich hoffe, dass jeder Leser dieses Artikels sich einmal Gedanken darüber macht, wie das bankensystem in Deutschland aussehen würde (ganz zu schweigen von der Lage vieler karitativer und sozialer Einrichtungen überall in der bundesrepublik), wenn es die Sparkassen nicht gäbe.

    Und wer hier behauptet, dass sie Sparkassen sich aufgrund ihrer Rechtsform nicht dem Wettbewerb stellen müssten, hat offenbar in den letzten 6 Jahren keine Zeitung mehr gelesen und ist wohl auch nicht im besitz eines funktionierenden Fernsehgeräts oder geht mit Scheuklappen durch das internet. in jedem denkbaren Medium ist eine Anzeige einer x-beliebigen bank. Denn es ist ein Preiskampf entbrannt, dem sich auch die Sparkassen (entgegen der Meinung einiger "Autoren" hier genausowenig entziehen können, wie die anderen Wettbewerber).
    Dass einem Vorstand der Commerzbank (die sich von Mittelstandsunternehmen und dem kleinen Mann mitunter als erstes trennen würde, wenn ihre Rendite darunter leidet) die Sparkassen ein Dorn im Auge sind, ist nur allzu verständlich. Und genau darum muss es auch so bleiben!!
    Und ich hoffe, dass die verantwortungsvollen Politiker in Deutschland (ein paar gibt es noch) und auch die bürger sich von solch einseitig recherchierten und offen gesagt auch populistischen Artikeln wie diesem nicht beeinflussen lassen und sich ihre eigenen Gedanken machen.
    Und mein Gedanke in dieser Sache lautet: Die Sparkassen sind ohne weiteres stark genug um der immobilienkriese Herr zu werden. Und auch vor dem Wettbewerb muss sich keine Sparkasse verstecken. Aber sie müssen unangetastet bleiben, oder die Konsequenz wird sein, dass es dem Wirtschaftsstandort Deutschland noch wesentlich schlechter geht und die Wettbewerbsfähigkeit der bundesrepublik auf dem internationalen Markt sinkt.

  • 29.06.2008, 17:22 UhrAnonymer Benutzer: vox

    Klaus Peter Müller hat recht. Kommunale Stadtwerke werden von den Städten genutzt um den Stadtsäckel zu füllen. Die Verbraucherr werden mehrfach zur Kasse gebeten. Es wird mit dem Geld der Verbraucher quersubventioniert und mit wettbewerbswidrigen und überhöhten Preisen werden überhöhte Gewinne erziehlt, die an die Kommunen ausgeschüttet und überwiegend für die Finanzierung zweckfremder Aufgaben verwendet werden. Jede Genossenschaftsbank zahlt ihren Anteilseigner eine anständige Dividende.

    Welche Sparkasse hat wann einen beitrag zur Finanzierung der Kommunal- oder Kreishaushalte aus ihrem Gewinn abgeführt?
    Wo ist die Rechtfertigung für das Sparkassenprivileg?

    Wenn von Wettbewerbsverzerrung die Rede ist, dann trifft das gerade bei den Sparkassen zu, die sich so dividendenloses Kapital bilden können.

weitere Fotostrecken

Blogs

Wie HP-Chefin Whitman ihren Mitarbeiter die anstehenden Massenentlassungen erläutert
Wie HP-Chefin Whitman ihren Mitarbeiter die anstehenden Massenentlassungen erläutert

In einer internen Videobotschaft an die HP-Beschäftigten gibt Meg Whitman mehr Details zu dem geplanten Abbau von 27.000...

Das Aktuelle Heft

Wirtschaftswoche

WirtschaftsWoche 21 vom 21.05.2012

iTunes Vorschau - WirtschaftsWoche
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.