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Finanzkrise: Welche Banken Staats-Milliarden von AIG erhalten haben

von Frank Doll

Barack Obamas zur Schau gestellte Empörung über Bonuszahlungen bei AIG ist eine Nebelkerze. Viel wichtiger sind Antworten auf die Frage, wer wie tief im AIG-Schlamassel steckt. wiwo.de zeigt, welche Banken Geld von AIG erhalten haben.

Türschild vor Büros der Quelle: dpa
Türschild vor Büros der AIG-Tochter American International Group Financial Products in Wilton, Connecticut. Quelle: dpa

So schnell wie Barack Obama hat wohl noch nie zuvor ein US-Präsident seinen Bonus verspielt. Die vom Präsidenten gemeinsam mit Fed-Chef Ben Bernanke und Finanzminister Timothy Geithner zur Schau gestellte Empörung über Bonuszahlungen bei AIG sind nichts anderes als Nebelkerzen. Nur zünden die nicht mehr beim Volk.

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Dass es diese Bonuszusagen gab, weiß das Finanzministerium seit Monaten. Mit der Berufung Geithners zum Finanzminister hat Obama den Bock zum Gärtner gemacht. Als Chef der New Yorker Fed war Geithner der Hauptakteur im AIG-Bailout. Die Amerikaner argwöhnen jetzt, dass ihre Steuergelder in die Taschen einer bestimmten Clique an Wall Street verschoben werden.

Durchsetzung neuer Rettungspakete wird schwerer

Goldman Sachs wäre ohne die 13 Milliarden Dollar aus der AIG-Rettung längst da, wo Lehman schon ist. Problem nur: Der Kongress könnte von nun an alle neuen Rettungspakete für Finanzinstitute und Konjunkturprogramme blockieren, seien sie nötig oder auch nicht. 2010 finden Kongresswahlen statt. Fed-Chef Ben Bernanke kann das Risiko eines bockenden Kongresses natürlich nicht zulassen. Auch deshalb lässt er jetzt die Notenpressen warmlaufen.

Die Summen, die an die Geschäftspartner von AIG gezahlt wurden, beziehen sich auf den Zeitraum vom 16. September bis 31. Dezember 2008. Dass damit alle offenen Rechnungen beglichen wurden, ist ziemlich unwahrscheinlich. Brennt die Frage: Wer steckt noch wie weit drin? Dass die USA nun die Bilanzierungsregeln lockern, ist kein Zufall, löst das Problem aber nicht, sondern vertagt es bestenfalls.

10 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 22.03.2009, 14:25 UhrAnonymer Benutzer: zockerfein

    Die Familie Schaeffler hat schon in einem Punkt recht: Politik und banken tragen ein gerüttelt Maß an Schuld für diese Weltwirtschaftskrise.
    Die Politik, weil sie es versäumt hat, eine effiziente Aufsicht zu installieren und die investmentbanker, weil sie nur auf ihre Milliarden boni geachtet haben.
    bin gespannt, was am G20-Gipfel herauskommt, ob wirklich Nägel mit Köpfen gemacht werden.
    So wie es momentan kolportiert wird, steht der Finanzmarkt vor einer vollständigen Regulierung.
    Wird für eine Zeitlang das beste sein.
    Vielleicht entwickelt sich endlich eine verantwortungsvolle Managerkultur.
    Denn was sich da etablieren konnte, spottet jeder beschreibung.
    Leider war das bei Staatsbetrieben nicht anders (Landesbanken)

  • 22.03.2009, 12:46 UhrAnonymer Benutzer: PANSGE

    @Jan - geiler Text ;-)

    89 Mrd $ wurden also abgerufen, das sind ja schon 30% vom bekannten AiG CDS Volumen. Wer weiß, was die noch aus der eigenen Tasche zahlen konnten... was für Subbrains. Die geben nem Penner 10 Dollar mit den Worten: Kaufst aber keinen Schanps, gelle!
    ich könnt durch drehn.

  • 22.03.2009, 11:52 UhrAnonymer Benutzer: Jan

    22.03.2018:

    Der letzte US-Konzern hat heute seine Rechnungslegung auf HGb-US umgestellt. Der Vorstand erwartet von dieser Änderung zukünftig mehr Gewinnkontinuität und eine geringere Volatilität.
    Stille Reserven sollen zukünftig Unternehmensverluste leichter kompensieren können. Eine Übertreibung bei den buchwerten verbunden mit der Entnahme von Eigenkapital soll so erschwert werden. Der CEO kommentierte den Vorgang mit den Worten Amerikaner seien seit jeher vorsichtige Kaufleute.

    Die United bank od America (Rechtsnachfolger der bank of America, Citigroup, JP-Morgan und einem dutzend weiterer banken)
    hat heute erfolgreich einen Pfandbrief in mehrfacher Milliardenhöhe begeben. Die Emission war mehrfach überzeichnet. Das Geld wird benötigt um die letzte beteiligung der US-Regierung ablösen zu können.

    Chinesische Kampfverbänden ist es heute nahezu ohne Widerstand gelungen Kinshasa zu besetzen. Die Chinesische Regierung beruhigte die Medien mit den Worten es ginge bei der Offensive nur um den Schutz chinesischer Auslandsinvestitionen, die in Gefahr seien.

    Die Europäische Sozialistische Union verurteilte das militärische vorgehen scharf. Man sei aber handlungsunfähig, da der bündnispartner USA seit 2010 keine Auslandseinsätze mehr durchführt und die eigenen militärischen Möglichkeiten sehr beschränkt seien.

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