
Das Institut übernimmt in zwei Schritten die Tochter der Deutschen Post. Aus informiereten Kreisen heißt es, dass der Preis für den Teilkauf bei „mehr als 2,5 Milliarden Euro“ liege.
Nach dem ersten Teilverkauf könnten beide Seiten innerhalb von zwei Jahren einen weiteren Kauf beziehungsweise Verkauf vornehmen. Damit habe die Deutsche Bank ein Vorkaufsrecht auf die weiteren Anteile. Laut Berichten will die Deutsche Bank zunächst nur 29,75 Prozent erwerben.
Mit der Deutschen Bank hat Post-Chef Frank Appel seinen Favoriten duchgesetzt. Bis zuletzt hatte der Vorstand über zwei Angebote beraten, wie das "Handelsblatt" meldete. Der Aufsichtsrat soll morgen die Vereinbarung beschließen, wie es aus den Kreisen heiter hieß. „Eine Annahme ist zu erwarten.“
Die Post hält 50 Prozent plus eine Aktie an der Postbank. Die spanische Bank Santander wollte das komplette Aktienpaket kaufen und eine Übernahmeofferte für die freien Aktionäre vorlegen. Appel bevorzugte aber das deutsche Angebot, weil er sich spätere Kursgewinne für die verbleibende Beteiligung an der Postbank erhoffe, hieß es in dem Bericht weiter.
Erstmals hatte Ende 2007 die damalige Post-Chef Klaus Zumwinkel angedeutet, die Post AG könne sich von ihrer Mehrheit an der Postbank trennen. Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hatte daraufhin schon früh offen Interesse an der Übernahme des Geldinstituts bekundet, das sich vor allem durch einen Stamm von etwa 14,5 Millionen Privatkunden auszeichnet.
Bei den Verhandlungen um die Zukunft der Postbank drängte die Deutsche Post Finanzkreisen zufolge darauf, über den anstehenden Verkauf eines Minderheitsanteils hinaus einen klaren Zeitplan mit belastbaren Zahlen festzuzurren. Es solle einen eindeutigen Zeitplan mit klaren Call- und Put-Optionen geben, sagten mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen.
Zwei Jahre für die Deutsche Bank
Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtete, die Deutsche Bank solle zwei Jahre Zeit bekommen, um nach ihrem Einstieg bei der Postbank auch die übrigen Anteile zu übernehmen.
Auch nach einem Verkauf solle es wenig Änderungen für die Postbank geben. Die Post solle weiterhin Zugang zum Filialnetz haben. Details zu dem Paket seien aber noch offen. Eine Sprecherin der Post wollte die Angaben nicht kommentieren.
Die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat der Deutschen Post machen indes Front gegen den Verkauf. Sie werden einen solchen nach den Worten von Verdi-Chef Frank Bsirske ablehnen. „Die Arbeitnehmerbank bei Post und Postbank wird einem Verkauf nicht zustimmen“, sagte Bsirske. Verdi sehe keinen Mehrwert eines Verkaufs für die Post, da die Postbank rund eine Milliarde Euro pro Jahr zum Konzerngewinn beisteuere. Zudem würden viele Arbeitsplätze unter Druck geraten.













