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Finanzmarkt: Risiken bei Britischen Banken nicht abzuschätzen

von Yvonne Esterházy

Fette Boni sind zurückgekehrt in die Londoner City, dabei schlummern weitere Risiken in den Bankbilanzen. Die sich abzeichnende Reprivatisierung der britischen Banken kennt schon jetzt einen großen Verlierer – die Steuerzahler.

Gigantischer Rettungsschirm: britische Banken mit und ohne Staatsbeteiligung Quelle: WirtschaftsWoche
Gigantischer Rettungsschirm: britische Banken mit und ohne Staatsbeteiligung Quelle: WirtschaftsWoche
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Gerrie Knoetze, Besitzer des Londoner Nobelrestaurants Vivat Bacchus, ist obenauf. Nach einjähriger Pause bietet er Gästen wie früher ein rund 1100 Euro teures Menü mit Kaviar, Château Lafite-Rothschild und Taylors Portwein aus dem Jahr 1963 an. Auch in der Nähe des Finanzzentrums Canary Wharf im Osten Londons geht es hoch her. Vor Kurzem gaben junge Banker im Stripteaselokal in 60 Minuten 1100 Euro für Getränke und Tanzeinlagen aus.

Fette Prämien sind zurückgekehrt in die Londoner City, und das nicht nur bei Banken, die die Krise ohne staatliche Hilfe meisterten. Auch die mit Steuergeldern gestützten Institute wie Royal Bank of Scotland (RBS) und Northern Rock schütten Boni aus. Die RBS will laut „Times“ vier Milliarden Pfund lockermachen – obwohl die Bank dieses Jahr einen Verlust von rund zehn Milliarden Euro ausweisen könnte. Stephen Hester, neuer RBS-Chef, soll zehn Millionen Pfund einstreichen, wenn er die Bank saniert.

„Wir haben sie gerettet – jetzt zahlen sie es uns auf diese Weise heim“, empört sich die Tageszeitung „The Daily Mail“, Sprachrohr der englischen Mittelklasse.

Northern Rock schrumpft auf ein Fünftel

Die neuen Exzesse sind ein böses Omen. Steuerzahler werden noch lange für ihr Engagement bluten müssen. Rund 1,1 Billionen Euro gab London in zwölf Monaten für die Rettung des Finanzsystems aus. Die RBS, einst eine der größten Banken Europas, gehört zu 70 Prozent dem britischen Staat, der auch 100 Prozent an der Hypothekenbank Northern Rock und 43 Prozent an Lloyds TSB Bank hält. Die Neuverschuldung steigt dieses Jahr auf rund 192 Milliarden Euro — 12,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Bis 2013 könnte die Gesamtverschuldung auf 80 Prozent des BIPs anschwellen.

Die britischen Steuerzahler werden von der Billionenstütze kaum jemals etwas wiedersehen. So darf die Regierung Northern Rock nach einem Bescheid der EU-Kommission vom vergangenen Mittwoch aufspalten und faule Immobilienkredite in eine Auffangbank, eine „Bad Bank“, auslagern. Das verbleibende Kreditgeschäft kann sie in einer „Good Bank“ fortführen, deren Bilanzsumme ein Fünftel der Größe vor der Krise beträgt.

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11 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 19.11.2009, 10:14 UhrAnonymer Benutzer: Tscharli Dall

    deshalb liebe Leute - lebt jetzt im hier und heute und macht euch
    keine Sorgen was im Alter wird - die Natur gibt uns immer was wir
    brauchen wenn sie vom Menschen nicht vernichtet wird - wer heute
    noch " Papierwerte " wie Lebensversicherungen anschafft ist selbst
    schuld - übrigens Sorgen und Dauergrübeln macht krank

  • 16.11.2009, 19:30 UhrAnonymer Benutzer: deutschermichel

    Der dumme Deutsche hat ein gutes Wissen,versteht aber wenig!!!
    Am Ende ist der dumme Deutsche den Englaendern immer unterlegen!

    www.deutschermichel.com

    Deutschland Kenner

  • 05.11.2009, 13:38 UhrAnonymer Benutzer: Moskauer

    überall Chaos auf der Welt, Verunsicherung, Deregulierungen, Schulden, vllt. bald Armut viel Armut....
    die Welt die wir kannten (bzw. die Fassade davon), die wird es nie mehr geben...

    wohin wir steuern ist unklar.. also ein Spannender Film!
    und wir sind nicht nur Zuschauer, sondern auch mitten drin!!!

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