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Fluggesellschaften: Studie: Easyjet ist Europas bester Billigflieger

von Rüdiger Kiani-Kreß

Deutschlands größter Billigflieger Air Berlin hat zwar mit Gratisessen, dem Verteilen von Zeitungen und einem Vielfliegerprogramm den besten Service der Branche, steht aber insgesamt hinter wichtigen Wettbewerbern wie Easyjet und Ryanair zurück: Die Fluggesellschaft arbeitet zu aufwendig und verdient darum zu wenig Geld. Das ist das Ergebnis einer Exklusivstudie der Unternehmensberatung Booz & Company im Auftrag der WirtschaftsWoche.

Angeführt wird das Ranking von Easyjet, dicht gefolgt von Ryanair. Air Berlin erreichte nur den dritten Platz. Untersucht wurden die drei führenden europäischen Billiglinien in den Kategorien Finanzen, Effizienz, Marktposition und Potenzial. Insgesamt wurden 18 Kriterien nach Schulnoten von Eins bis Fünf bewertet.

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Bislang trotzen laut Studie zwar alle drei Flugdiscounter der Krise besser als die meisten der Billigkonkurrenten und der etablierten Linien wie Lufthansa. Doch ist der Rückstand von Air Berlin auf Spitzenreiter Easyjet seit 2008 gewachsen.

„Trotz aller Sparprogramme lasten auf der Linie unterm Strich höhere Kapitalkosten und drücken die Erträge deutlich unter die der wichtigsten Wettbewerber“, sagt Booz-Flugexperte und Studienleiter Jürgen Ringbeck. Beispielsweise fliegt Air Berlin mit 6,4 Cent pro Passagierkilometer im Branchenschnitt durchaus sparsam, doch Ryanair und Easyjet liegen mindestens 20 Prozent darunter. Die besten Entwicklungschancen bescheinigt die Studie Easyjet.

Während Air Berlin der aktuellen Krise geschrumpft ist, konnten die Briten als Einzige nicht nur mehr Kunden gewinnen, sondern auch über teure Extras die Einnahmen erhöhen. Immerhin prognostiziert die Untersuchung den Deutschen die besten Chancen im Wachstumsfeld Geschäftsreisen – wegen des guten Bordservices, Angeboten wie Rabattverträgen und der Möglichkeit Flüge auch über Computerreservierungsprogramme zu buchen.

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6 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 07.12.2009, 15:53 UhrLTJupp

    @maulheld Und dafür zahlst du dann auch statt im Schnitt 32 Euro pro Flug bei Ryanair oder 66 bei Easyjet auch gut 100 bei Air berlin - oder sogar die gut 150 bei Lufthansa.
    Finde ich gut.
    ich ginge auch lieber zum Feinkoster statt zu Aldi, kann ich mir aber nicht leisten.

  • 07.12.2009, 15:43 Uhrmaulheld

    Wenn ich Gefahr laufe, dass mir das Geld, was ich beim Flugticket spare, "hinten herum" aus der Tasche gezogen wird (überzogene Extra-Gebühren etwa bei Getränken - vom Essen ganz zu schweigen -, Toilettengängen während des Fluges usw.), dann bin ich gerne bereit, etwas mehr Geld für den Flug zu bezahlen und dafür auch einen netten Service zu erhalten. Meine Wahl: Air berlin weit, weit vor Ryanair und Co.

  • 07.12.2009, 11:45 UhrRüdiger Kiani-Kress

    Die Studie hat die drei größten billigflieger Europas untersucht. Dazu zählt Germanwings nicht nach den gängigen Größen Umsatz, Flotte oder Passagierzahl - und auch nicht nach Zahl der Flughäfen.
    in der Studie hat der Sieger Easyjet nicht beim Service gewonnen - aber bei den anderen Kriterien wie Finanzen oder Zukunftsaussichten.

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