Flughafen Frankfurt: Fraport will Duty-free-Flächen verdoppeln

Flughafen Frankfurt: Fraport will Duty-free-Flächen verdoppeln

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Flugzeug auf dem Rollfeld in Frankfurt

Bis 2012 sollen die Verkaufsflächen am Frankfurter Flughafen verdoppelt werden, der operative Gewinn der Duty-free-Läden um 100 Millionen Euro steigen und die Zahl der Passagiere um weitere acht Millionen anwachsen.

Das kündigt Wilhelm Bender, Chef der Fraport AG, die unter anderem den Frankfurter Flughafen betreibt, im Gespräch mit der WirtschaftsWoche an: „Wir wollen von heute 2,69 Euro Umsatz pro abgefertigtem Passagier auf 3,00 Euro im nächsten Jahr bis auf 4,00 Euro in 2012 steigen.“ Da der Flughafen bis dahin gut acht Millionen zusätzliche Fluggäste erwartet, entspricht dies einem operativen Gewinn von zusätzlich gut 100 Millionen Euro für den weltweit drittgrößten Flughafenbetreiber Fraport. Bender weiter: „Wir werden kräftig zulegen, weil wir die Verkaufsfläche in den bestehenden Gebäuden verdoppeln.“

Der Flughafen Frankfurt darf nach einem langen Genehmigungsverfahren eine neue Landebahn (voraussichtlich Ende 2011) und ein neues Terminal 3 eröffnen (2015). Dass die Lufthansa als wichtigster Fraport-Kunde gegen das daran gekoppelte Nachtflugverbot geklagt hat, gefährdet laut Bender das Gesamtprojekt. „Alle Beteiligten, egal ob Fraport, das Land Hessen oder eben die Lufthansa, müssen doch ein Ziel haben: dass der Beschluss hält. Dem müssen alle – auch Lufthansa – die eigenen betrieblichen Erfordernisse unterordnen. Sonst stehen wir am Ende vor einem Scherbenhaufen."

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Darüber hinaus bestätigt Bender, das Interesse an weiteren Zukäufen: „Da sind wir relativ aggressiv unterwegs.“ Besonders reizvolle Regionen sind für den Fraport-Chef Indien und Asien – „denn dort sehen wir das größte Wachstumspotenzial“. Ganz konkretes Interesse meldet Bender an den Flughäfen Stansted und Gatwick in London an, die die spanische Immobiliengruppe Ferrovial 2006 im Zuge der Übernahme der britischen Flughafengesellschaft BAA übernommen hat und nun zur Schuldentilgung möglicherweise abstoßen muss.

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