Flugzeugbauer: Airbus setzt auf nachhaltigen Flugzeugbau

Flugzeugbauer: Airbus setzt auf nachhaltigen Flugzeugbau

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Rumpf des Airbus A380

Der weltgrößte Flugzeugbauer Airbus setzt verstärkt auf Nachhaltigkeit und will damit auch den Standort Deutschland stärken. „Wir werden hier in die Offensive gehen“, erklärte ein Sprecher des Unternehmens, das zum EADS-Konzern gehört, gegenüber wiwo.de.

Dafür hat Airbus einen Ideenwettbewerb namens „Fly Your Ideas“ für mehr ökologische Effizienz beim Flugzeugbau gestartet, bei dem Airbus-Chef Thomas Enders vor kurzem die Gewinner gekürt hat. Ziel des Wettbewerbs ist, die Emissionen des Treibhausgases Kohlendioxid nicht nur beim Flugbetrieb selbst, sondern auch beim Bau der Maschinen zu verringern. Dazu zählt unter anderem, Flugzeuge mit weniger Energieaufwand zu bauen, weniger nicht nachwachsende Ressourcen zu verwenden und beim Verschrotten einen höheren Anteil der verbauten Materialien wieder zu verwenden.

Der mit 30 000 Euro dotierte erste Preis des Wettbewerbs ging an das Team „COz“ aus Studenten der Universität Queensland in Australien, zu der auch der Deutsche Benjamin Lindenberger gehört. Die Gruppe hat ein Verfahren entwickelt, um Verbundwerkstoffe künftig aus Rizinuspflanzen herzustellen statt wie bisher aus Erdöl. „Das Verfahren hat uns so sehr überzeugt, dass wir es jetzt patentieren“, erklärte ein Airbussprecher. Neue Flugzeugtypen wie der Airbus A350 oder die Boeing 787 Dreamliner bestehen bereits zur Hälfte aus Verbundwerkstoffen, die deutlich leichter und widerstandsfähiger ist als das bisher übliche Aluminium.

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Künftig auch Solarstrom von der Tragfläche

Die neuen Bio-Kunststoffe will Airbus vor allem in der Kabine verwenden. „Das wird vor allem dem Standort Deutschland zu gute kommen“, erklärte ein Airbussprecher. Die Verkleidungen und Wände werden besonders in den Werken der Airbus-Konzern-Schwester Premium Aerotec in Augsburg gebaut.

Große Hoffnung setzt Airbus auch auf die Ideen des zweitplatzierten Teams von der Universität Singapur. Die Studenten aus dem südostasiatischen Stadtstaat haben im Rahmen ihres Projekts „Solar Voyager“ untersucht, wie Airbus die Tragflächen und andere Teile der Oberfläche eines Flugzeugs mit Hilfe von Solarzellen zur Stromerzeugung nutzen kann. Heute wird die Energie an Bord in der Regel über die Treibwerke mit Hilfe einer Art Dynamo erzeugt, was den Kerosinverbraucht um bis zu zwei Prozent erhöht.

Der Wettbewerb ist nicht der erste Schritt in diese Richtung. Bereits Projekte namens Pamela, das daran arbeitet beim Verschrotten von Flugzeugen einen größeren Anteil der Materialien zu recyclen. 

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