Flugzeugbauer: Endlich mal keine schlechten Nachrichten von Airbus

KommentarFlugzeugbauer: Endlich mal keine schlechten Nachrichten von Airbus

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Computerbild des in Planung befindlichen Airbus A350

Für Airbus-Chef Thomas Enders vergeht scheinbar kein Tag ohne schlechte Nachrichten. Nach den bröckelnden Auslieferungszahlen, sinkenden Bestellungen und dem schwachen Doller wackeln bei Europas größtem Flugzeughersteller nun auch noch die öffentlichen Hilfen zur Finanzierung des neuen Vorzeigemodells A350 – und damit ein zentraler Teil der Zukunft. Aber nur scheinbar.

Denn ausnahmsweise geht es beim angeschlagenen Flugzeugbauer mal nicht um das Eingemachte. Sicher, die Verzögerung der Kredite ist nun auch kein Grund zum Jubeln. Denn ohne die rund 3,5 Milliarden Euro Kredithilfen der Regierungen von Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Spanien kann Airbus den A350 nicht bauen und müsste das umsatzstärkste Segment mittelgroße Langstreckenflugzeuge dem amerrikanischen Erzrivalen Boeing und seinem Erfolgsmodell 787 überlassen.

Doch de facto ist es kein Problem, wenn Spanien zögert und Airbus den Milliarden-Topf etwas später bekommt. Zwar ist der A350 mehr als zehn Milliarden Euro teuer. Doch bis die Entwicklung des A350 wirklich ins Geld geht, ist es noch gut ein Jahr hin. Schließlich läuft die Fertigung des Wundervogels erst ab 2011 so richtig an und ausgeliefert wird er erst ab 2013.

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Noch kann Airbus ohne öffentliche Hilfe weiter machen

Dagegen haben Airbus und die Muttergesellschaft  EADS derzeit noch rund acht Milliarden Euro Vermögen. Das bequeme  Ruhekissen droht zwar bald kräftig zu schmelzen. Aber noch ist es genug, um ein paar Monate ohne öffentliche Hilfe weiter zu machen.

Derzeit kämpft Airbus mit der aktuellen Krise, mit den vielen teuren Nachbesserungen beim Superjumbo A380 und mit den Folgen des völlig verkorksten Militärtransporters A400M.  Doch ab Anfang nächsten Jahres müssen Bundeskanzlerin  Angela Merkel - oder ihre Nachfolger - sowie Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy und der britische Regierungsschef Gordon Brown dann allmählich die Schecks losschicken. Bis dahin sind zu den vielen schlechten Nachrichten sicher noch ein paar wirklich schlechte dazu gekommen. Und dann könnte spätestens ab 2011 bei Airbus das Geld tatsächlich knapp werden.

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