Flugzeuge: Trotz Krise kauften Fluglinien mehr als 1000 neue Flieger

Flugzeuge: Trotz Krise kauften Fluglinien mehr als 1000 neue Flieger

von Rüdiger Kiani-Kreß

Europäische Billigflieger haben 2009 die meisten neuen Maschinen übernommen, doch für die Hersteller bleibt Emirates aus Dubai der wertvollste Kunde.

Trotz der Krise haben die Fluglinien 2009 weltweit mehr neue Flugzeuge denn je übernommen. 1242 Maschinen lieferten die großen Hersteller Airbus und Boeing sowie kleinere Produzenten wie Embraer aus Brasilien und Bombardier aus Kanada im vergangenen Jahr aus – ein Plus von rund zehn Prozent gegenüber 2008. Das ergibt eine Studie des britischen Marktforschers Ascend, der sich auf die Flugbranche spezialisiert hat.

Die Krise bescherte der Airlinebranche zwar Verluste von geschätzten neun Milliarden Euro, stoppte aber nicht den Kauf neuer Flugzeuge. Grund: Die meisten Kaufverträge waren schon geschlossen, und jede Fluglinie, die es sich leisten konnte, zog Bestellungen vor.

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„Die Anschaffungen rechnen sich angesichts der hohen Ölpreise, weil die neuen Modelle deutlich sparsamer fliegen“, erklärt Ascend-Chefanalyst Eddy Pieniazek. Die meisten Neuzugänge hatten laut Ascend Europas Billigmarktführer Ryanair und Easyjet. Wertvollster Kunde war jedoch Emirates aus Dubai. Deren 19 neue Langstreckenflugzeuge – darunter drei Superjumbos Airbus A380 – waren insgesamt teurer als die Mittelstreckenflugzeuge der Billigflieger.

Größtes Abnehmerland war China. Dorthin wurde 2009 jede achte neue Maschine geliefert – insgesamt rund 150 Flugzeuge. In den bislang weltgrößten Flugmarkt USA ging dagegen nur jede zehnte Maschine. Das wird so bleiben. „2020“, so Pieniazek, „gibt es in China so viele Passagierflugzeuge wie in Europa.“

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