Folgen des Erdbebens: Toyotaproduktion in Nordamerika bedroht

Folgen des Erdbebens: Toyotaproduktion in Nordamerika bedroht

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Tsunami-Schäden bei Toyota

Wegen Lieferengpässen fürchtet Toyota um seine US-Werke, dem Unternehmen droht ein kompletter Produktionsstopp auf dem wichtigsten Auslandsmarkt. Ein besonderer Autolack dürfte dagegen ab Juni wieder hergestellt werden.

Der weltgrößte Autobauer Toyota muss wegen Nachschubproblemen in Folge des schweren Erdbebens in Nordjapan möglicherweise seine gesamte Produktion in Nordamerika aussetzen. Wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo  unter Berufung auf Firmenvertreter in den USA berichtete, werden die Laufbänder vermutlich in allen Produktionsstandorten auf Toyotas wichtigstem Auslandsmarkt gestoppt, da sich die Teilezulieferer in Japan nach der Katastrophe nur langsam wieder erholten.

Eine Entscheidung sei allerdings noch nicht gefallen. Toyota habe bereits Überstunden und Samstagsarbeit gestrichen und bisher auf die vorhandenen Lagerbestände zurückgegriffen. Doch sei es schwieriger geworden, die normale Produktion wegen des Teilemangels weiter aufrechtzuerhalten.

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Mercks Spezialpigmente für Lacke bald wieder produziert

Der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck will hingegen in seinem japanischen Werk nahe des havarierten Atomkraftwerks Fukushima bald wieder auf vollen Touren produzieren. In der nur 45 Kilometer von Fukushima entfernten Anlage, in der Merck das Fahrzeuglack-Pigment Xirallic herstellt, solle die Produktion bis Juni wieder normal laufen, teilte der Konzern am Dienstag mit.

Das japanische Werk ist weltweit die einzige Anlage, in der Xirallic produziert wird. Das Pigment wird an Farbhersteller geliefert, die daraus Autofarben mit Glitzereffekt machen. Unter anderem nutzen Ford, Toyota und General Motors die Farben. Die Konzerne konnten wegen der Lieferengpässe zuletzt in einigen Farben weniger Autos herstellen. Merck setzte 2010 rund 9,3 Milliarden Euro um, davon 325 Millionen Euro mit Pigmenten.

Am Montag seien die ersten Arbeiter in die Merck-Fabrik zurückgekehrt und hätten mit Reparaturarbeiten begonnen, sagte ein Merck-Sprecher vor Ort. Die Produktion solle nach und nach wieder aufgenommen werden. Merck hatte das Chemiewerk in Onahama kurz nach dem Erdbeben am 11. März geschlossen. Grund dafür seien die Schäden an den Häusern einiger Beschäftigter sowie Benzinknappheit gewesen. Mit der radioaktiven Strahlung habe die Werksschließung nichts zu tun gehabt. Die japanische Regierung hat die Umgebung im Umkreis von 20 Kilometern um das Atomkraftwerk Fukushima Daiichi evakuiert, aus dem weiter Radioaktivität austritt. Umweltschutzorganisationen fordern eine Ausweitung der Sperrzone.

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